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Blutahornbäume
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Porträt der Gemeinde

BlutahornbäumeEs ist ein berauschender Anblick und ein exklusiver dazu, denn er ist einmalig in Deutschland. Seit 1895 schlagen in jedem Frühling die vielen Blutahorn-Bäume in der Bismarckallee aus und verwandeln das Umfeld der Straße in ein tief rotes Blättermeer. In unmittelbarer Nachbarschaft der Bäume grenzen hohe Rhododendren große Grundstücke mit prächtigen Villen ab. Die architektonische Vielfalt der Häuser lässt kaum erahnen, dass ihr Bau um die Jahrhundertwende nach einem ungewöhnliche Verfahren erfolgte: Erst wurden die Grundstücke erschlossen, dann die Villen erbaut und anschließend Käufer gesucht.

Emil Specht hieß der Mann, der die Entwicklung der kleinen Sachsenwald-Siedlung Aumühle durch die Erschließung dieses zentralen Ortsteils zur Jahrhundertwende rasant vorantrieb. Daher ist der Familienname "Specht" mit der Entwicklung des Ortes beinahe ebenso verbunden, wie der Name Bismarck mit dem Schicksal der ganzen Region: 1871 schenkte Wilhelm I. nach dem deutschen Sieg gegen die Franzosen und nach der Reichsgründung Bismarck den Sachsenwald. Da der Eiserne Kanzler ein großer Naturfreund war und den Wald liebte, baute er sich unmittelbar an der Bahnlinie Hamburg Berlin eine ehemalige Gastwirtschaft zum Herrenhaus um, das fortan Friedrichsruh hieß. Dort leben bis heute seine Nachkommen. Da Otto von Bismarck auch ausgesprochen geschäftstüchtig war, verkaufte er dem gelernten Weinhändler und Gastronomen Emil Specht einen kleinen Teil des Sachsenwaldes. Dies war die Geburtsstunde der Villensiedlung Sachsenwald-Hofriede.

Wer die große Geschichte in Aumühle anschaulich erleben will, der besucht die Bismarck-Stiftung im alten Bahnhof. Hier werden unter fachkundiger Leitung einzigartige Dokumente der Bismarck’schen Politik aufbewahrt. Handfestere Erinnerungsstücke bietet das örtliche Museum. Es zeigt sogar das Arbeitszimmer, in dem Otto von Bismarck seine "Gedanken und Erinnerungen" geschrieben hat.

Seine letzte Ruhe fand der Reichsgründer in einem Mausoleum, das dem Grabmal des legendären Gotenkönigs in Ravenna nachempfunden ist. Nun darf aber nicht der Eindruck erweckt werden, in Aumühle gebe es nichts anderes als Tradition. Im Gegenteil. Man versteht sich als moderner junger Ort. Aumühle bietet zwar einerseits eindrucksvolle Idylle und Beschaulichkeit, ist aber andererseits auch Wohnort für 3000 Menschen mit einer vorzüglichen Infrastruktur. Dazu gehört die Verkehrsanbindung an den großen hanseatischen Nachbarn durch die S-Bahn ebenso wie die Nähe zur Autobahn.

Beinahe ein Drittel der Einwohner ist Mitglied im örtlichen Sportverein. Das spricht sicher für sportliche Begeisterung, aber auch für ein gutes menschliches Miteinander.

Auch wenn sich seit Bismarcks Tod im Jahre 1898 vieles verändert hat, der Sachsenwald lädt noch immer zum erholsamen Spaziergang ein, der seinen Abschluss vielleicht mit einem Besuch im berühmten Schmetterlingsgarten der fürstlichen Familie findet.