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Aus der Gemeindevertretung am 10. Februar

Integrationsbegleitung des Amtes Hohe Elbgeest unterstützt
Im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung am 10. Februar hat sich die Integrationsbegleitung des Amtes Hohe Elbgeest vorgestellt. Die beiden Integrationsbegleiterinnen Jasmin Aksu und Leila Nadimi Tabriz von der AWO Interkulturell unterstützen die vom Amt untergebrachten Asylbewerberinnen, Asylbewerber und Geflüchteten im Alltag und bei der Orientierung in Deutschland. Dazu gehören unter anderem Hilfen bei Behördenangelegenheiten, Arztbesuchen, Übersetzungen sowie Fragen zu Kita, Schule und Ausbildung.
Im gesamten Amtsgebiet sind derzeit rund 280 Menschen untergebracht. Die Containerwohnanlage an der August-Siemsen-Straße ist seit September 2025 in Betrieb und aktuell mit 48 Personen belegt.
Ein Großteil der untergebrachten Menschen wäre grundsätzlich in der Lage, eigenen Wohnraum zu beziehen, findet jedoch auf dem angespannten Wohnungsmarkt keine passenden Angebote.
Einen ehrenamtlichen Helferkreis gibt es derzeit nicht, sodass die Begleitung überwiegend über die hauptamtlichen Strukturen erfolgt.
Spürbar ist ein Rückgang an verfügbaren Sprachkursangeboten für Zugewanderte. Hintergrund sind veränderte Förderbedingungen auf Bundes- und Landesebene sowie insgesamt reduzierte Finanzierungsmöglichkeiten im Bereich der Sprachförderung. Während weiterhin staatlich geförderte Sprachkurse angeboten werden, haben sich Umfang, Zugangsbedingungen und Finanzierung einzelner Kursformate geändert.

Kommunale Wärmeplanung: Beteiligungsverfahren vom 9.2. bis 12.3. 2026
Der Entwurf der kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Dassendorf wurde öffentlich vorgestellt. Das beauftragte Planungsbüro und die Klimaschutzmanagerin des Amtes Hohe Elbgeest standen Rede und Antwort. Der Entwurf ist auf der Website der Gemeinde unter Bauleitplanung/Kommunale Wärmeplanung öffentlich einsehbar. Stellungnahmen können bis zum 11. März.2026 beim Amt Hohe Elbgeest abgegeben werden. Das Planungsbüro wird diese bis 31. März auswerten. Die fertiggestellte Planung wird der Gemeindevertretung abschließend vorgelegt.

Südweg: Gemeindevertretung konkretisiert Ausbauvorhaben
Ergänzend zu ihrem Beschluss über die Ausbaumaßnahmen im Südweg vom 15.7.2025 hat die GV beschlossen, dass die Straße als „Tempo 30 Zone“ vorgesehen werden soll. Die Fahrbahn ist mit Betonpflaster in der Farbe anthrazit herzustellen. Die Kreuzungsbereiche sind ebenerdig mit Betonpflastersteinen in Rot/ Rot-bunt auszuführen.
Da die betroffenen Anliegenden von der Verwaltung bisher nicht angeschrieben wurden, ob sie Teile ihres Grundstücks für den Ausbau der Straße in voller Breite abtreten würden, hat die Gemeindevertretung beschlossen, den Ausbau ohne weiteren Grunderwerb durchzuführen und die Fahrbahnbreite in den betroffenen Bereichen zu reduzieren. Mit den getroffenen Festlegungen können nun vom Planungsbüro die Ausführungspläne finalisiert und die Arbeiten ausgeschrieben werden.

Sportstättenprojekt: erste Rückmeldung aus der Bundespolitik
Die Gemeinde Dassendorf hatte fristgerecht zum 15. Januar 2026 den Ersatzbau einer 2-Fach-Sporthalle mit einem Investitionsvolumen von rund 14 Mio. Euro und möglichem Fördermittelvolumen von rund 6,5 Mio. Euro beantragt.
Parallel dazu wurden politische Vertreter kontaktiert, um für die Umsetzung des Vorhabens zu werben. Die erste Rückmeldung hat die Bürgermeisterin von MdB Henri Schmidt (CDU/CSU-Fraktion) erhalten, den Sie über die Landtagsabgeordnete Andrea Tschacher (CDU) kontaktiert hatte. Dieser antwortet, dass er sich sehr über das große Engagement für die Sportinfrastruktur in seinem Wahlkreis freue.
Den Antrag aus Dassendorf habe er gemeinsam mit den weiteren bei ihm eingegangenen Förderanträgen zur Übersicht an die zuständigen Haushälterinnen und Haushälter der CDU/CSU-Landesgruppe Schleswig-Holstein weitergeleitet. Er weist außerdem darauf hin, dass das Sportförderprogramm aufgrund der sehr hohen Nachfrage derzeit stark überzeichnet sei.
Bundesweit wurden rund 3.600 Anträge mit einem Gesamtvolumen von etwa 7,6 Milliarden Euro eingereicht, wobei aktuell nur 333 Millionen Euro zur Verfügung stehen. In der ersten Förderrunde können daher leider nur wenige Projekte berücksichtigt werden; eine Zusage ist aktuell noch nicht möglich. Positiv stellt Henri Schmidt jedoch in seinem Antwortschreiben in Aussicht, dass sich bereits eine zweite Förderrunde abzeichnet, in der auch bislang nicht berücksichtigte Projekte eine neue Chance erhalten könnten."

Gemeindeimmobilie Am Wendel: Verkehrssicherheit des Eingangsbereiches

Die GV sprach sich erneut dafür aus, den Eingangsbereich der gemeindlichen Immobilie „Am Wendel 2a“ verkehrssicher herrichten zu lassen. Die Treppe soll so weit wie möglich abgerissen und das Geländer verlängert werden. Die bestehende Rampe ist verkehrssicher zu reparieren. Ein von der Gemeinde gefordertes Verkehrswertgutachten für die Immobilie wurde bereits beauftragt.

Anpassung der Entschädigungssätze für das kommunale Ehrenamt

Diese Sätze waren im bundesweiten Vergleich bisher sehr niedrig. Der Landtag hat die Höchstsätze nun zum 1. Januar 2026 landesweit um 75 % erhöht, um die große Verantwortung und den zeitlichen Aufwand kommunalpolitischer Arbeit stärker anzuerkennen, die Attraktivität des Ehrenamtes zu sichern und der Preis- und Kostenentwicklung der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen.
Der GV wurden die Änderungen zur Kenntnis gegeben. In der Aussprache hierüber bestand weitestgehende Einigkeit darüber, die Erhöhung hinsichtlich des/der Bürgermeister*in für angemessen zu halten aufgrund der über die Jahre deutlich gestiegenen Aufgabenkomplexität. Auch eine höhere Entschädigung für Ausschussvorsitzende wurde argumentativ mitgetragen. Die bisherige Entschädigungssatzung der Gemeinde Dassendorf beinhalte allerdings auch zahlreiche Sonderregelungen und Zahlungen an Gremienmitglieder in einem Umfang, der durchaus zu hinterfragen sind. Dem soll sich der Finanzausschuss nun in einer Beratung über die Entschädigungssatzung (insbesondere §6 „Entschädigung für Mitglieder der Gemeindevertretung und der Ausschüsse) widmen.

Alternative Konzepte für die Gemeindebücherei gesucht
Der Ausschuss für Bildung und Soziales unter Leitung von Heike Gawor (IDA) hatte der Gemeindevertretung empfohlen, die Gemeindebücherei in der bisher bestehenden Form nicht mehr weiterzuführen. Dieser Empfehlung ist die Gemeindevertretung gefolgt. Es sollen nun alternative Konzepte entwickelt werden. Auch dieser Empfehlung hat sich die GV angeschlossen.
Bürgermeisterin Martina Falkenberg