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Förderantrag für 2-fach-Sporthalle auf den Weg gebracht

Am 5. September tagte die Gemeindevertretung Dassendorf zu ihrer ersten „Arbeitssitzung“ nach ihrer Konstituierung in neuer Zusammensetzung nach der Kommunalwahl. Der weitreichendste Tagesordnungspunkt war eine Beratung über die Fördermittelbeantragung für Sportliegenschaften.


Förderantrag kurzfristig auf die Beine gestellt
Im Juni war bekannt geworden, dass der Bund ein Förderprogramm auflegt über 400 Millionen Euro für die „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Antragsschluss ist der 15. September. In den Sommerferien wurde daher eilig von Verwaltung, beauftragtem Planungsbüro, Bürgermeisterin und Finanzausschuss-Vorsitzendem Wolfgang Bober an einer Beratungsvorlage für die Gemeindevertretung gearbeitet.

Betrachtet wurden drei Liegenschaften: Turnhalle, ehemalige Tennishalle der TuS, Vereinsheim der TuS Dassendorf
Drei Varianten wurden verglichen: 1. Sanierung aller drei Gebäude, 2. Abriss und Neubau aller drei Gebäude oder 3. Bau einer 2-fach-Sporthalle als Ersatz für alle drei bisherigen Gebäude „unter einem Dach“ mit räumlicher Erweiterung für heutige Bedarfe.
Letzteres ist die umfangreichste und teuerste, aber auch nachhaltigste Variante. Dies wurde in Kostenaufstellungen und Nutzwertanalysen verdeutlicht, in denen auch Energieeffizienz, Barrierefreiheit, Funktionalität und Wärmeversorgung betrachtet wurden.
Der Vorsitzende der TuS Dassendorf, Jörg Ziolek, war in der Sitzung anwesend und erläuterte den Raumbedarf für ein zukunftsgerichtetes Angebot. Von einer Raumerweiterung würden außerdem neben Schule, OGTS und Kitas auch die Freiwillige Feuerwehr und örtliche Vereine und Institutionen wie AWO und VHS profitieren.

Der Bau einer modernen 2-Fach-Sporthalle wurde in der Prognose (möglicher Baubeginn 2025) mit 13,6 Mio. Euro kalkuliert. 45 Prozent und bis zu 6 Mio. Euro davon könnten mit dem Förderprogramm finanziert werden.
Die Gemeindevertretung hat einstimmig beschlossen, einen entsprechenden Förderantrag dafür einzureichen. Wie groß die Chancen sind, dass diese Mittel dann auch zugesagt werden, ist derzeit nicht absehbar. Die Bundestagsabgeordneten unseres Kreises, Dr. Nina Scheer (SPD) und Dr. Konstantin von Notz (Die Grünen) wurden um Unterstützung des Vorhabens gebeten.

Ein Beschluss, eine solche Maßnahme dann auch durchzuführen, ist der Fördermittelantrag jedoch noch nicht.
Die Gemeinde wird sich nun zeitnah auch im Rahmen der Haushaltsaufstellung für 2024 mit der Finanzierung des Eigenmittelanteils und deren Auswirkungen auf die Gemeindefinanzen beschäftigen.
Deutlich wurde allerdings auch: Selbst wenn die Gemeinde keine „große Lösung“ mit Fördermitteln umsetzen können würde, so würden auch die anderen Varianten (Sanierung/ Neubau einzelner Sportgebäude) erhebliche Kosten in ähnlicher Größenordnung wie der Eigenanteil des Großprojektes verursachen und das ohne bedarfsgerechten Raumgewinn.
All diese (und weitere) Argumente haben die Gemeindevertretung dazu veranlasst, die Beantragung der Fördermittel als Chance zu sehen, die sich die Gemeinde nicht entgehen lassen sollte.

Sämtliche Beratungsunterlagen finden Sie unter www.dassendorf.de --> Politik Sitzungskalender --> Gemeindevertretung am 5.9.2023


Bürgermeisterin Martina Falkenberg