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Zivilschutzplanung in der Amtsverwaltung

Eigenvorsorge der Bevölkerung

Die sicherheitspolitischen Entwicklungen der vergangenen Jahre machen eine Stärkung des Zivilschutzes notwendig. Bund und Länder haben ihre Strukturen überarbeitet, und das Land Schleswig-Holstein bindet Städte, Ämter und Gemeinden nun wieder umfassend in die Zivilschutzplanung ein. Kommunen übernehmen dabei eine Schlüsselrolle: Sie sind die erste staatliche Ebene vor Ort und sichern Vorsorge, Reaktionsfähigkeit und Verwaltungsstabilität in Krisenlagen.

Für das Amt Hohe Elbgeest bedeutet dies einen deutlichen Ausbau der Aufgaben. Seit Oktober arbeitet die Amtsverwaltung an neuen Sicherheits-, Organisations- und Prozessstrukturen, um die landesweiten Vorgaben umzusetzen. Ein zentrales neues Instrument ist der kommunale Alarm-Kalender, der künftig verpflichtend ist.

Wesentliche Aufgaben für das Amt Hohe Elbgeest sind u. a.:

  • Aufbau einer internen Sicherheits- und Geheimschutzstruktur
  • Bestellung eines Geheimschutz- und Alarmkalenderbeauftragten
  • Weiterentwicklung der Krisenorganisation nach Landesvorgaben
  • Erstellung einer Risikoanalyse für alle Gemeinden
  • Aufbau von Anlaufstellen und Schutzräumen
  • Sicherstellung des Betriebs öffentlicher Einrichtungen (z. B. Kitas, Schulen) auch in besonderen Lagen
  • Ausbau des Krisenstabs und einer Abschnittsführungsstelle
  • Vorbereitung auf mögliche Truppen- oder Personendurchreisen
  • Ausbau der Notstromversorgung (Umsetzung 2026)

Die neuen Vorgaben unterliegen teilweise strenger Geheimhaltung, daher kann die Ausarbeitung vieler Inhalte nur innerhalb der Verwaltung erfolgen. 

Wichtig für die persönliche Vorsorge der Bevölkerung: 

Jede Bürgerin und jeder Bürger sollte für drei bis zehn Tage Vorräte bereithalten, darunter:

  • Lebensmittel und Trinkwasser
  • Medikamente und Erste-Hilfe-Material
  • Hygieneartikel
  • Batteriebetriebenes Radio und Taschenlampe
  • Wichtige Dokumente

Die neue bundesweite Katastrophenschutz-Broschüre wird in Dassendorf an alle erreichbaren Haushalte verteilt. Online ist sie verfügbar über das BBK (www.bbk.bund.de).

Bürgermeisterin Martina Falkenberg