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Ernennung zum "Eschebürger"

Titelträger der vergangenen Jahre:

2018 - Herr Franz Wohltorf

Laudatio für den „Eschebürger 2018" Franz Wohltorf anlässlich der Festveranstaltung am 29. April 2018

Laudator: Karsten Melchert


Lieber Franz, liebe Christa und Familie Wohltorf,

sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Escheburger und „Eschebürger",

seit 10 Jahren (2008 das erste Mal) schlägt das „Gremium Eschebürger" Personen vor, die für ihre  langjährige ehrenamtliche Tätigkeit oder herausragenden Leistungen zum Wohle der Gemeinde Escheburg mit dem Titel „Eschebürger" ausgezeichnet werden sollen. Auch dieses Mal folgte die Gemeindevertretung dem Vorschlag, Franz Wohltorf zum „Eschebürger 2018" zu ernennen.

Herzlichen Glückwunsch mein lieber Franzl

Schon seit deinem 18. Lebensjahr, also seit 1959 hast du dich ehrenamtlich in den verschiedensten Institutionen und auch bei besonderen Aktionen der Gemeinde engagiert und mit viel Sachverstand, Liebe, Zeit und Energie die Geschicke der Gemeinde mitgeprägt. Hierfür möchten wir dir an dieser Stelle unseren Dank und unsere Anerkennung aussprechen und würdigen es mit der heutigen Auszeichnung durch unseren Bürgermeister zum „Eschebürger 2018".

Aber bevor der Bürgermeister die offizielle Ehrung vornehmen wird, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um über dich und dein Wirken in Escheburg zu berichten.

Franzl, du bist ein Escheburger Urgestein, geboren am 07. August 1941 in Reinbek, wohnst du seit dieser Zeit in deinem wunderschönen Reetdachhaus am Dorfplatz 7. Gemeinsam mit deinem Bruder dort aufgewachsen, lebst du hier auch heute noch mit deiner lieben Frau Christa und auch eure Kinder hatten hier ihre glückliche Kindheit. Es ist das schöne reetgedeckte Bauernhaus des Rosenhofs Wohltorf, das auch zu sehen ist, wenn man die Internetseite des Amtes Hohe Elbgeest für den Teil der Gemeinde Escheburg aufruft. Dass der Rosenhof Wohltorf die Hausnummer „7" hat, ist wohl kein Zufall, ist doch die Zahl 7 ein fester Bestandteil in deinem Leben. Geboren am 7. August, die lange Treppe, bevor man vor der Haustür steht hat 2 x 7 Stufen, deine liebe Frau Christa ist an einem 7.7. geboren und jeder deiner Trecker und jedes Auto trägt die "7" im Kennzeichen. Das sind nur einige Beispiele für die besondere Bedeutung der Zahl „7" in deinem Leben.

Dein schulischer Grundstein wurde in der Grüppentalschule sowie in der Bergedorfer Schule in der Spieringstraße gelegt. Deine Gärtnerlehre von 1958 - bis 1961 hast du in Curslack in einem Betrieb für Rosen, Nelken, Maiblumen, Freesien und Tulpenzucht absolviert. Hier waren 4 Gärtner und 8 Lehrlinge beschäftigt. Nach der Lehre hast du die Landwirtschaftsschule besucht und bist danach in deinen Lehrbetrieb für weitere Gesellenjahre zurückgekehrt.

In dieser Zeit hast du deine Frau Christa kennengelernt und 1965 wurde geheiratet. Eure beiden Töchter Petra und Kirsten wurden geboren.

Der Grundstein für den Weg in die Selbständigkeit 1971 wurde mit dem Bau des ersten Treibhauses in der Lindenbreite 1969 gelegt. Bis in die 80er Jahre folgten weitere Treibhäuser und in dieser Zeit gab es auf dem Hof auch noch Rinder, Schweine und kleines Geflügel für den Eigenbedarf. Nach und nach gewann der Anbau und der Verkauf von Blumen immer mehr an Bedeutung, so dass die Erweiterung des Blumenangebotes mit Forsythien und Maiblumen im Freiland nur eine logische Folge war. In der sechs- bis siebenwöchigen Maiblumenzeit wurden Saisonhilfen benötigt, die hauptsächlich in den Frauen aus der Nachbarschaft gefunden wurden. Es war immer eine heitere Runde, bei der über das Neueste und Aktuellste aus dem Dorf gesprochen wurde. Ein Zitat aus dieser Runde: „So, nun haben wir das ganze Dorf durchgeratscht - jetzt fangen wir wieder von vorne an". Aber auch diese Zeit ging vorbei. Der Rosenanbau wurde intensiviert und um neue Absatzmöglichkeiten zu schaffen, wurde dies 1984 mit einer eigenen Standfläche auf dem Blumengroßmarkt verwirklicht. Ab 2 Uhr in der Früh steht Christa bis heute noch immer ihren „Mann" auf dem Großmarkt.

Einen großen Teil deiner Freizeit hast du in der Escheburger Feuerwehr verbracht.

1959 bist du hier eingetreten und nach 47 aktiven Jahren in der Einsatzabteilung im Jahre 2006 in die Ehrenabteilung übernommen worden. Als aktiver Kamerad warst du 22 Jahre im Vorstand tätig und hast die Gruppenführung sowie den Posten des Kassenwarts bekleidet. Als Kassenwart wurde dir auch der Titel „sparsamster Kassenwart" verliehen. Für deine Verdienste um das Feuerwehrwesen wurde dir das Schleswig-Holsteinische Feuerwehr Ehrenkreuz in Bronze verliehen. Stets hast du den Kontakt zu den Nachbarwehren gepflegt, besonders zu Kameraden der Wehr in Hohenhorn. Noch heute gibt es regelmäßige Zusammentreffen mit guten Gesprächen bei gutem Essen über alte und auch die neuen Zeiten. Das Amtswehrfest ist für dich nicht nur eine Pflichtveranstaltung, denn wenn du die Zeit findest, bist du heute noch beim Antreten und Marschieren mit Leib und Seele dabei und fieberst mit den jungen Kameraden bei der Übung mit. Immer wenn die Feuerwehr dich, deinen Rat, deine Unterstützung oder deinen Kühlraum brauchte, hast du ein offenes Ohr und hast geholfen. Genauso verhält es sich auch mit der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr. Franzl ist auch heute noch so gut wie immer anwesend. Aber jetzt muss ich etwas ansprechen, das nicht nur mir am nächsten Tag sehr starke Kopfschmerzen bereitet hat, sondern auch vielen Kameraden und Gästen: Den sogenannten „Überhänger" oder auch flambierten Korn - das ist ein Kurzer mit einem Appetitsild (Fisch). Seit Jahrzehnten reicht Franzl nach der JHV dieses zu Recht gefürchtete Getränk und ich vermute, dass auch heute ein „Überhänger" von Franzl gereicht wird.

Nicht weniger groß war Franzl`s Engagement bei den alljährlichen Vorbereitungen des Escheburger Vogelschießens.

Als Wegbereiter bei der Ausrichtung und Organisation des Vogelschießens hast du immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ein Vogelschießen nach alter Tradition fand an drei Tagen, mit einem bunten Abend am Freitag, einem Ball mit Tanz am Sonnabend sowie einem Frühschoppen am Sonntag zum Ausklang statt. Was wurde nicht alles auf die Beine gestellt: eine Tombola, verschiedene Künstler, Artisten, Schausteller, Schiffsschaukel, Schieß- und Würstchenbude. Vom Zelt bis hin zu den Schaustellern wurde alles genau geplant und organisiert. Selbst ein Besuch im Hansa Theater fand statt, um sich von der Qualität und Eignung der Künstler zu überzeugen und um sie dann zu engagieren. Die Planungen starteten bereits im November des Vorjahres und endeten erst mit dem Beginn des Vogelschießens.

Eine weitere Leidenschaft hast du dann im Gesangverein von 1893 gefunden.

Der unhaltbaren Behauptung eines ehemaligen Lehrers zum Trotz, du seist unmusikalisch, warst du im Escheburger „Gesangsverein von 1893" aktiv. Leider zeugt nur noch eine Fahne im Gemeindezentrum von dessen Existenz. Deine Stimme hatte nicht nur hier, sondern auch im Chor großes Gewicht. Dein 1. Bass war stets gefragt und von klarer Struktur. Viele Übungsabende für öffentliche Auftritte hast du mitgestaltet und so mancher Trinkspruch in geselliger Runde wurde von deiner kräftigen Stimme angesungen.

Gerne erinnern wir uns auch an die auf dem Rosenhof Wohltorf stattfindenden Weihnachtsmärkte.

5 Jahre lang fand bei dir auf dem schönen Hof ein Weihnachtsmarkt statt. Eine Veranstaltung für Groß und Klein, bei der immer etwas los war. Es gab Ponyreiten für die Kleinen, eine Tombola und ein gemütliches Beisammensein, wo über alles und nichts diskutiert wurde. Die Jugendfeuerwehr hat frische Waffeln gebacken, der Sportverein Würstchen gegrillt und es wurde Kinderpunsch für die Kleinen und Glühwein für die Großen ausgeschenkt. Das Alles sorgte für eine schöne und ausgelassene Atmosphäre auf dem Hof und in der Diele. Hier konnte das Gemeindeleben in geselliger Runde gefestigt werden und die Gemeinschaft fand neue Impulse. Ganz nebenbei konnte man noch einen Weihnachtsbaum erwerben und mitnehmen und wenn nicht, wurde dieser auch in den Tagen darauf von Franzl persönlich angeliefert.

Auch sehr engagiert warst du im CDU Ortsverein Escheburg-Voßmoor.

Seit 1973 warst du auch politisch aktiv und mit dem Eintritt in den CDU Ortsverband Escheburg Voßmoor startete deine politische Karriere. Aufgrund deines Wissens über unser Dorf und deine freundliche und kompetente Art wurdest du auch bald zum Gemeindevertreter gewählt. Politische Stationen während deiner Zeit im Gemeinderat waren der Planungsausschuss sowie der Umweltausschuss, bei dem du auch den Vorsitz hattest. Ich kann mich noch recht gut an einen Umwelttag (Müllsammeln) erinnern, an dem uns auf deine Initiative hin, überregionales Interesse und Anerkennung durch den Rundfunk zu Teil wurde. Dein „Güldner" Trecker mit Anhänger und der „Hanomag", dein Schmuckstück Nummer 2 waren auch mit dir als Fahrer immer mit dabei. Gemeinsam mit deiner lieben Frau Christa, der unangefochtenen Nummer 1 in deinem Leben, ward ihr für die CDU auch im Seniorenbeirat der Gemeinde tätig. Auch für die Veranstaltungen der CDU, wie Preisskat und Ausfahrten des Ortsvereins bist du nicht immer nur ein kompetenter Ansprechpartner, sondern stets mit Rat und Tat zur Stelle gewesen.

Viel Zeit hast du für die Aktivierung des Treckers aufgebracht.

Nach Jahren im Dornröschenschlaf und verschiedenen Angeboten ihn zu übernehmen, wurde von dir die Renovierung deines „Hanomag " Baujahr 1959 in Angriff genommen - und, so muss ich neidvoll anerkennen, Top abgeschlossen. Dein Eintritt in den Traktoren Oldtimer Club Hamburg war mit diesem Schmuckstück nur eine Formsache. Dass du bei vielen Treffen und Ausfahrten dabei bist, ist für dich eine Selbstverständlichkeit. Beim Erntedankumzug in Vierlanden seid ihr beiden fest eingeplant und immer ein Publikumsmagnet.

Das Wort „Publikum" ist hier das Stichwort. Denn heute stehst du, Franzl, vor deinem Publikum.

Damit diese Veranstaltung ein fester Bestandteil Escheburgs bleibt, ist es wichtig, dass sich weiterhin Bürger ehrenamtlich engagieren. Es ist der Gemeinde wichtig, Menschen zu würdigen und ihnen öffentlich „Danke" zu sagen. Die Anerkennung soll Ansporn und Vorbild für andere sein, sich ebenfalls in Ehrenämter einzubringen. Es ist ein Geben und Nehmen von Energie und Zeit, bei einem Zugewinn an Erfahrung und Bildung der Persönlichkeit.

In diesem Sinne: Danke Franzl

2017 - Frau Roswitha Oehr

Laudatio für die „Eschebürgerin 2017" Roswitha Oehr anlässlich der Festveranstaltung am 26. März 2017

Laudatorin: Heike Unterberg

Liebe Roswitha, liebe Familie Oehr,

liebe Gäste, liebe Freunde,

seit 2008 wird jährlich durch ein Gremium der Eschebürger, die Eschebürgerin gewählt, um bürgerschaftliches Engagement zu würdigen. In diesem Jahr wirst du, liebe Roswitha, für deine ehrenamtliche Arbeit in unserer Gemeinde ausgezeichnet.

Und ich sage es hier mit voller Überzeugung: in unserer Gemeinde gibt es kaum jemand, der diesen Titel mehr verdient hat als du. Mit wieviel Liebe, Zeit, Energie und Freude du seit fast 40 Jahren Dorffeste, Veranstaltungen, Gruppen und Vereine in Escheburg unterstützt hast; geleitet hast oder mal eben neu ins Leben gerufen hast, das ist schon einmalig.

Du hast durch außergewöhnliches, bürgerschaftliches Engagement diese Auszeichnung „Eschebürgerin 2017" zu werden, mehr als verdient.

Herzlichen Glückwunsch liebe Roswitha.

Aber bevor die offizielle Ehrung durch den Bürgermeister erfolgt, will ich ein wenig über dich und deine Arbeit berichten:

  • Roswitha ist eine echte Eschebürgerin. Schon ihre Großeltern lebten mit ihrem Sohn in der Bergsiedlung, hier lernte ihre Mutter, die als Flüchtling nach Escheburg kam, den Vater kennen und lieben und ein wunderbares Mädchen wurde geboren. Roswitha Schulz.

  • Ihre Kindheit verbrachte sie bei den Großeltern im Haus in der Bergsiedlung, sie wurde in Escheburg beim alten Herrn Struck eingeschult, besuchte die Escheburger Schule bis zur 9. Klasse, ging zum Konfirmanden-Unterricht und wurde in der Hohenhorner Kirche konfirmiert.

Roswitha wollte Friseurin werden und sie begann eine Ausbildung in einem Geesthachter Friseursalon. Gleich nach der Ausbildung besuchte sie die Meisterschule in Hamburg, die sie natürlich erfolgreich abschloss. So war Roswitha 1977 eine der jüngsten Friseurmeisterinnen.

  • Irgendwann in der nächsten Zeit trat Hans in ihr Leben, er war zu der Zeit beim Bundesgrenzschutz und so wurde 1975 geheiratet. Hans und Roswitha wohnten dann in Hamburg und sie bekamen zwei Kinder: Marco geb.1979 und Sabrina geb. 1982. Alles schien gut, aber besonders Roswitha zog es zurück nach Escheburg. So stellten die Großeltern ihr Haus und Grundstück als Bauplatz für ein neues Haus zur Verfügung. 1984 wurde dann gebaut, ein tolles Haus mit herrlicher Aussicht auf Wiesen und Wälder. Zwei Jahre später wurde dann im Untergeschoss der Friseursalon „Putzbüttel" eröffnet. Der besteht nun 33 Jahre und ist sehr beliebt.

Übrigens: Da viele Kunden von Roswitha aus Escheburg sind, weiß Roswitha immer bestens was so läuft im Dorf, oder???

  • Mit dem Einzug in Escheburg begann die Zeit des Spielkreises, Kita gab es noch nicht; Kinderturnen im umgebauten Kuhstall, Schulveranstaltungen wie Vogelschießen und Schulaufführungen, Kinderkirche und treffen auf den neuen Spielplätzen, die im Neubaugebiet am Ende der Lindenbreite und bei der Alten Schule erstellt wurden.

In dieser Zeit lernte ich Roswitha kennen.

  • Sport fand wie bereits erwähnt in der Kuhstall-Sporthalle statt, der Kuhstall von Fam. Rathje war von ESV-Mitgliedern in der Freizeit ausgebaut worden.

Es fehlten dann bald Übungsleiter für die Kinderturngruppen und Roswitha hat sich gemeldet und mal eben den Übungsleiterschein für das Kinderturnen gemacht. Wie es ihre Art ist, hatte sie sofort viele neue Ideen: Sommerfeste und Faschingsfeiern wurden organisiert. Wir wandern durch den Wichtelwald wurde von ihr ins Leben gerufen und es wurde der Renner für Groß und Klein.

Das Mutter-und-Kind-Turnen vom ESV fand wöchentlich statt und wurde 22 Jahre bis 2010 von Roswitha geleitet. Für dieses Engagement erhielt sie vom Deutschen Turnverband eine Auszeichnung für 20 Jahre Übungsleiterarbeit Kinderturnen.

Selbst geturnt hat sie natürlich auch, in der Frauengymnastik-Gruppe; hier war sie auch zeitweise Spartenleiterin.

Der ESV hat Roswitha auch schon für 25jährige Mitgliedschaft geehrt.

Ein großes Projekt, das du Roswitha aus der Taufe gehoben hast, ist der jährlich über die Grenzen Escheburgs hinaus bekannte ESV-Ostereiercup.

In diesem Jahr findet der Kinder-Turn-Wettkampf zum 19. Mal statt. Es nehmen immer ca. 10 Vereine teil, sie kommen aus Geesthacht, Schwarzenbek, Wentorf, Reinbek, Börnsen, Schnakenbek, Lauenburg und Bad Bevensen. Es ist ein Kinderturnwettkampf an Geräten mit festgelegtem Parcours. Nach einem anstrengenden Tag für Kinder und Betreuer gibt es bei der Siegerehrung Urkunden und kleine Geschenke für die Teilnehmer. Zuschauer sind immer herzlich willkommen. Es gibt reichlich Essen, Getränke, Kaffee und Kuchen. Vieles wird gestiftet und Roswitha schafft es jedes Jahr, genügend Helfer für die vielen, vielen Aufgaben, die an diesem Tag anfallen, zu mobilisieren. Toll Roswitha!!!!

Als unsere Kinder klein waren, gab es ja noch keinen Kindergarten; so war von der Familie Bublitz ein Vorschul-Kinderspielkreis eingerichtet worden. Donnerstags trafen sich Mütter und Kinder zum Basteln, Spielen und Singen. Die Leitung hatte ich dann übernommen als die Bublitz/Willasch-Kinder in die Schule kamen.

Im Herbst wurde abends mit den Müttern gewerkelt und gebastelt, damit wir zu Weihnachten einen Basar mit Tombola im Gemeindezentrum ausrichten konnten. Von dem Geld wurden dann Sommerausfahrten mit dem Bus organisiert. Roswitha war dabei und stets bereit, Aufgaben zu übernehmen.

Nachdem wir nun viel von Roswithas Aktivitäten für die Kleinen gehört haben, sind jetzt die Senioren dran, Roswitha sagt „meine Senioren".

Du bist zusammen mit Hans 27 Jahre im Seniorenbeirat gewesen und hast davon 21 Jahre den Vorsitz inne gehabt. Es blieb unter deiner Leitung nicht beim monatlichen Kaffeetrinken und 2 bis 3 Busausfahrten im Jahr, die übrigens immer toll geplant und super von dir durchorganisiert waren. (Wenn man 21 Jahre mal 2 -3 Ausfahrten rechnet, dann war der Seniorenbeirat in diesen Jahren mit Roswitha an mehr als 50 verschiedenen Orten in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen). Starke Leistung Roswitha.

Aber es gab auch neue Ideen für die Kaffee-Nachmittage. Es wurde gegrillt, Preisskat gespielt, es gab Waffelbacknachmittage, Faschingsfeiern, Oktoberfeste mit Musik- und Sketchunterhaltung, Theaterbesuche und es wurde zum Senioren-Frühstücks-Buffet am Sonntag-Vormittag eingeladen.

Jährliche Weihnachtsfeiern waren selbstverständlich, aber jedes Jahr sollte es ein anderes Programm geben - gar nicht so einfach, immer etwas Neues zu bieten. Aber du hast immer alle deine Beziehungen genutzt. Wir anderen vom Seniorenbeirat haben natürlich auch Ideen eingebracht und waren aktiv dabei. Jedenfalls sind alle Aktivitäten immer sehr gut angekommen. Es gab Nachmittags-Vorträge von der Polizei, unserer Feuerwehr, Erste-Hilfe-Aktivitäten, Notfallausweis-Aufklärung, Handhabung des Defibrillators, Hilfe durch Pflegedienste, Rechtsberatung usw.

Wenn die Senioren unser Schwein, das immer auf dem Tresen stand, als kleines Dankeschön gefüttert hatten, dann hast du für uns Helferfrauen einen Ausflug oder ein Wochenende geplant und organisiert. Und so waren wir mit dir z. B. in Rothenburg ob der Tauber, in Husum, bei Emil Nolde, in Friedrichstadt und auf der Insel Sylt. Toll war das und es hat den Zusammenhalt im Beirat sehr gestärkt. Aber das reicht immer noch nicht.

Roswitha hat das monatliche Senioren-Basteln eingeführt und 10 Jahre geleitet. Interessierte Frauen trafen sich im Gemeinde-zentrum. Roswitha hat das Material eingekauft und die Ideen entwickelt und so wurden tolle Dinge gewerkelt: Glückwunschkarten, Fensterbilder, Schmuck, Deko-Artikel und viele Dinge mehr. Am Kaffee-Nachmittag wurde dann einiges für einen guten Zweck verkauft.

Nun kommen noch deine Reisen. 13 Jahre hast du Seniorenreisen durchgeführt. Jeweils ein Bus fuhr von Escheburg für 1 Woche in verschiedene Regionen in Deutschland. Die gesamte Planung, Organisation lag in deinen Händen, das Risiko hast du allein getragen, lediglich das Reisegeld hat Detlef Tiedemann verwaltet. Ich denke alle, die mit dir unterwegs waren, erinnern sich sehr gern. Viele wären ohne dich nicht verreist und so hast du wieder mal ehrenamtliches, bürgerliches Engagement mit großem persön-lichem Einsatz für unser Escheburg bewiesen und durchgeführt.

Roswitha sagt von sich selber, ich mag Menschen und es macht mich glücklich, wenn ich für Jung und Alt, Klein und Groß etwas bewegen kann, um andere auch glücklich oder wenigstens ein bisschen zufriedener zu machen.

2011 hatten wir das europäische Jahr des Ehrenamtes, um die Bedeutung in der Gesellschaft herauszustellen. Du, liebe Roswitha, repräsentierst in besonderer Weise das Wesen der bürgerschaftlichen, ehrenamtlichen Tätigkeit in einer Gemeinde.

So, das hörte sich ja eben wie ein Schlusswort an, aber nix da, es geht noch weiter:

Escheburger Feuerwehr!

Wenn Hilfe gebraucht wurde, Roswitha und Hans meldeten sich „zum Dienst".

10 Mal (das heißt 10 Jahre lang) wart ihr für die Pausen-Organisation beim jährlichen Feuerwehrmarsch der „freiwilligen Feuerwehr Escheburg" zuständig. Die Pause (es gab Getränke und Bewirtung) fand jeweils in eurer Garage in der Bergsiedlung statt. Roswitha, du hast doch auch mal für die Feuerwehr einen Wandteppich mit Wappen geknüpft, oder? Gibt es den noch?

Escheburger Vogelschießen

Zu der Zeit, als ich für das Vogelschießen zuständig war, als Vorsitzende des Ausschusses für Schule, Kultur, Jugend und Sport, haben wir in der neuen Schule schöne Feste über 3 Tage organisiert. Neue Ideen wurden entwickelt; es gab 3 Tage Festivitäten und es war in und vor der Schule richtig viel los. Tanzveranstaltungen am Freitag und am Samstag, Frühschoppen am Sonntag, Kinderaktivitäten, eine Tombola und Buden vor der Tür. Das Schulprogramm lief natürlich zusätzlich, Spiele, Umzug und Kürung der Könige und Königinnen und die Volkstänze.

Aber es ist einfach so, wenn man bei Roswitha und Hans angefragt hat, ob sie helfen können, dann konnte man sicher sein, dass auch ein Ja und Hilfe kam, was bei anderen oft nicht der Fall war und ist.

Asylbewerber in Escheburg

Roswitha betreut seit 1 ½ Jahren vier syrische Familien. Eine Familie wohnt noch in Escheburg, die anderen leben inzwischen in Börnsen und Dassendorf. Sie ist sehr stolz, dass ihre Syrer so gut vorankommen. Heute sind auch einige ihrer Syrer als Gäste hier dabei. Roswitha, kannst du sie begrüßen, vielleicht auf syrisch?

Aktivitäten außerhalb Escheburgs

Roswitha walkt im Winter und schwimmt im Sommerhalbjahr in Geesthacht mit der Frühschwimmergruppe (auch hier kann sie es nicht lassen und ist aktiv; sie veranstaltet z. B. jährlich mitten im Sommer eine Weihnachtsfeier mit Tannenbaum und Weihnachtsmann).

Und wer so gesund lebt, was macht der wohl auch? Ja richtig: Blut spenden! 130 mal war Roswitha bis heute schon zum Spenden und sie wurde nach der 100ten Spende im Rathaus in Hamburg hierfür geehrt. Toll Roswitha.

So nun kommt wirklich der letzte Satz.

Jetzt wollt ihr Beide ja viel Zeit im schönen Timmendorf an der Ostsee verbringen, wo ihr ein neues Domizil erworben habt. Ich wünsche Euch für diese kommende Zeit Gesundheit, Glück und Zufriedenheit. Aber ich bin sicher, Roswitha, dein Herz wird weiterhin für unser auch so schönes Escheburg schlagen.

Escheburg sagt Danke Roswitha!!!

2016 - Frau Maxine Wolters

Laudatio für die „Eschebürgerin 2016" Maxine Wolters anlässlich der Festveranstaltung am 24. April 2016

Laudator: Bürgermeister Rainer Bork

Da freut man sich über die Entscheidung des Gremiums:

abweichend von dem bisherigen MUSTER einmal ….NEUE WEGE…. zu begehen.

Bisher waren alle geehrten Personen…

...männlich …etwas älter …und hatten mehr oder weniger im ehrenamtlichen Bereich gewirkt.

Dieses Mal ist unsere Persönlichkeit…

…weiblich …sehr jung …und hat ihre besondere Leistung außerhalb Escheburg im SPORTLICHEN Bereich vollbracht.

Auch hatte sich eine Persönlichkeit aus dem Sport, der 1.Vorsitzende Herr Schrock bereit erklärt, die Laudatio zu übernehmen. Aber er ist dann leider erkrankt. Wir wünschen ihm auf diesem Wege baldige Genesung.

ALSO… darf der Bürgermeister selber als Laudator fungieren.

Maxine ist in Escheburg aufgewachsen und hat dabei alle Bereiche durchlaufen, die Escheburg kleinen Kindern zu bieten hat.

Zwergenland  --  Kita Strolche  --  Grundschule. Über die Zeit bei den Kitas konnte ich nichts mehr erfahren. Bei der Grundschule gibt es noch einige Erinnerungen, z. B. an die Lehrerinnen Frau Glatz und Frau Oberleitner.

Auch einige Mitschülerinnen und Mitschüler sind „bekannt" und leben/wohnen noch in Escheburg. So Beispielweise Lea Kasch oder Lara Ünesevere und von den Jungen Frederik Detje, Max Böttcher (Schiedsrichter/Fußball) …nur um einige zu nennen.

Maxine ist eigentlich nicht wirklich aufgefallen …jedenfalls nicht unangenehm. Sie war aber schon in der Kunstturnsparte des ESV sehr ehrgeizig und zielstrebig.

Dadurch hat sie z. B. den 2. Platz bei den Kreismeisterschaften ihres Jahrganges erreicht.

Ohne diese Grundeigenschaft wären wohl ihre jetzigen Leistungen nicht zu erreichen.

Seit 2007 schwimmt sie erfolgreich bei der SG Bille/TSG Bergedorf. Der Auslöser für die heutige Ehrung waren ihre Siege bei den Europaspielen in BAKU/Aserbaidschan.

Hier hat Maxine gleich 3 Medaillen erringen können: 1 Goldene, 1 Silberne und 1 Bronzene. Diese wird sie uns sicher nachher einmal zeigen. Sie war dadurch in der Presse präsent und da darf doch auch etwas von dem Glanz auf unseren Ort abfallen oder??

Bis dahin war es aber ein anstrengender und zeitraubender Weg.

5-mal in der Woche Training beim Hamburger Schwimmverband im Olympia Stützpunkt. Dadurch gab es für das Kunstturnen keine Zeit mehr.

2013 dann der Wechsel an die Eliteschule des Sports. Diese befindet sich direkt neben der Schwimmhalle. Schul- und Trainingszeiten sind exakt abgestimmt. Durch diese Förderung wurden ihre Leistungen stetig verbessert. Was sich in diversen Meisterschaften und Platzierungen niederschlug.

2014 dann ein weiterer Schritt als Mitglied des Perspektivteams des DSV für die Olympischen Spiele und 2015 dann folgerichtig erneuter Umzug in das Internat der Eliteschule …jetzt mit 10 mal Training pro Woche!! Auch hier erfolgreich als Eliteschülerin des Jahres 2015 in Hamburg und 3. Platz der Eliteschülerinnen bundesweit.

Die nächsten Schritte oder sagen wir besser „die nächsten Wettkämpfe" sind vom 5.-8. Mai in Berlin, wo die Chance besteht, die Qualifikation für RIO zu erreichen.

Eine lange Liste von Erfolgen durch große Leistung. Unser Gremium ist davon überzeugt, dass Maxine dadurch als Vorbild für unsere Escheburger Jugend zum Spaß an Leistung dient.

Darum, liebe Maxine, bist du eine würdige „Eschebürgerin 2016"!

…auch wenn unsere Medaille kleiner ist als die Medaillen aus Baku …unsere ist absolut „echtes GOLD"!!!

2015 - Herr Thomas Dreves, Herr Friedrich Müller, Herr Kay Rauch, Herr Manfred Sperling

Laudatio für die "Eschebürger 2015"  Thomas Dreves, Friedrich Müller, Kay Rauch, Manfred Sperling anlässlich der Festveranstaltung am 10. Mai 2014

Laudator: Hans-Dieter Struck

Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Escheburger und "Eschebürger", 

in dem "Leitfaden des Gremiums zur Findung des Eschebürgers" wird bestimmt, wofür die Ehrung ausgesprochen werden soll: Ich zitiere den § 6: Ehrungen: Geehrt werden Personen für: langjährige ehrenamtliche Tätigkeit und/oder herausragende Leistungen zum Wohle der Gemeinde Escheburg.

Heute, am 10.Mai 2015 wird nicht nur einem verdienten Escheburger der Titel "Eschebürger 2015" verliehen, sondern erstmals seit 2008 einer Gruppe, den Escheburger Chronisten, die sich durch ihre besondere Leistung hervor getan haben.

Es sind: Manfred Sperling (Eschebürger 2011), Friedrich Müller, Kay Rauch und Thomas Dreves.

Als ich gebeten wurde, die Laudatio zu halten, bin ich dem Wunsch gern nachgekommen, denn das Thema ist mir nicht fremd. Mein Vater hatte mich bereits vor ca. 30 Jahren an die neu erworbenen Kenntnisse um die Historie Escheburgs herangeführt und mit mir das Zustandekommen und die unzähligen Entwürfe unseres Escheburger Wappens besprochen und diskutiert, das übrigens am 27.05.1989, also vor 25 Jahren in die Wappenrolle von Schleswig – Holstein aufgenommen wurde.

Schon 2007 hatte sich die Chronisten-Gruppe mit dem Ziel zusammengefunden, in die Historie Escheburgs einzutauchen und eine Escheburger Dorfchronik zu erstellen. Dass ihre Arbeit so umfangreich werden würde, hatten sie sich damals sicherlich kaum gedacht.

Endlich, nach sieben Jahren konnten die Vier Chronisten am 22. September 2014, ihr einmaliges Werk: die "Chronik 1319 – 2014, 695 Jahre Escheburg" vorstellen, das uns ein lebendiges Bild vom Werden und Wachsen unseres Dorfes schildert.

Wir können es uns gar nicht vorstellen, welchen Aufwand die umfangreichen Recherchen bereitet haben. Zu Beginn sind es Archivbesuche, Gespräche mit Zeitzeugen, Entziffern und Lesen von alten Texten und Urkunden, Sichten und Einordnen von Fotos, die von Escheburger Bürgern zur Verfügung gestellt wurden!

Aber das sind noch lange nicht alle Aktivitäten, die nötig sind, um solch ein Buch zu vollenden, alle kann ich gar nicht nennen. Und dann muss auch noch alles in die ansprechende Form gebracht werden, die es allen Lesern möglich macht, einmal angefangen, freudig weiter zu lesen. Das ist hervorragend gelungen!

Ich möchte das mit der spontanen Feststellung einer jungen Escheburger Leserin wiedergeben, die das Buch erst durchblätterte, dann anfing zu lesen und dann staunend und lobend feststellte: "Die haben aber allerhand zusammen getragen!"

Für all diejenigen, die dieses Werk noch nicht haben, möchte ich die Verlagsbeschreibung zitieren. Diese Werbung sei erlaubt:

"Vor 695 Jahren wurde Escheburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt.

Aus diesem Anlass entstand die Chronik Escheburg.

Die Darstellungen reichen von den Anfängen des Dorfes im Mittelalter bis in die heutige Zeit.

Der Blick in die Geschichte soll dazu beitragen, sich mit unserem Dorf zu identifizieren und unsere Umgebung und Gegenwart besser zu verstehen.“

Es lohnt sich auch für Neubürger. Sie können das Buch aufschlagen, wo Sie wollen. Sie finden immer interessante Kapitel! Sie können es aber auch von vorn bis zum Ende durchlesen.

Heute ist es eine ganz besondere Ehrung, denn heute wird eine Gruppe bestehend aus vier Eschebürgern geehrt.

Das erfordert aber auch eine besondere Form der Laudatio! Sicherlich haben sie es schon gemerkt, dass ich heute die Leistung der Gruppe hervorhebe. Es würde den zeitlichen Rahmen dieser Veranstaltung sprengen und bestimmt ist es auch in Ihrem Interesse, wenn ich eine Laudatio für die Autorengruppe und ihr Werk halte und nicht vier einzelne Würdigungen.

Alle vier neuen "Eschebürger des Jahres 2015" sind in unserem Dorf alt eingesessen und wohl bekannt. Zusammenfassend möchte ich die vier "Eschebürger 2015" folgendermaßen vorstellen, mit dem ältesten anfangend: 

Manfred Sperling: als versierten Chronisten z.B. vom Sportverein, mit einer großen Leidenschaft für das Anlegen von privaten Archiven und außerdem schon 2011 zum Eschebürger ernannt,  

Friedrich (Fiete) Müller: aus dem Dorfgeschehen nicht weg zu denken, als einer der Wenigen noch in der Lage, alte Urkunden auch noch in Latein zu lesen,  

Kay Rauch: allen bekannt aus seiner Zeit als Gemeindevertreter mit dem ungewöhnlichen Hobby für Orts- und Regionalgeschichte, was sich nun für uns als sehr positiv herausgestellt hat

und Thomas Dreves: den Jüngsten der Vier aber als Ur-Escheburger einer alten Escheburger Familie entstammend, die heute noch die ehemalige Stelle des Posthalters Schillhorn an der Alten Landstraße bewohnt.

Herr Dreves, wir beide haben etwas gemeinsam, wir wurden durch unsere Väter für die Heimatgeschichte sensibilisiert.

Sie, liebe Eschebürger 2015 repräsentieren in beeindruckender Weise das Wesen des Ehrenamtes!

Bevor ich fortfahre, möchte ich - auch als ehemaliger Sprecher des "Gremiums zur Findung des Eschebürgers" deren Mitgliedern danken, die in vielen Sitzungen zu der Entscheidung kamen, dem Gemeinderat das heute zu ehrende "Chronik-Team" vorzuschlagen.

Ebenso gilt der Dank all denen, die mit ihrer Hilfe bei der Vorbereitung und der Durchführung dieser Versammlung geholfen haben und auch jetzt helfen. Alles das geschieht ehrenamtlich!

Heute dreht sich alles um das Ehrenamt und mit diesem Thema möchte ich mich gerne beschäftigen:

Ein Ehrenamt im ursprünglichen Sinn ist ein freiwilliges öffentliches Amt, das nicht auf Entgelt ausgerichtet ist. In der jetzigen Zeit wird "Ehrenamt" zunehmend gleichbedeutend mit Begriffen wie "Freiwillige soziale Arbeit" oder "Bürgerschaftliches Engagement" verwendet.

Das Bundesfinanzministerium gibt für das Jahr 2004 an, dass 70 Prozent aller Menschen über 14 Jahre ehrenamtlich tätig waren. 2008, in dem Jahr, in dem Escheburg den ersten Eschebürger Walter Groth ehrte, würdigte die Deutsche Bundespost das Ehrenamt mit einer Sondermarke.
Die Europäischen Union schätzte 100 Millionen Freiwillige in Europa und erklärte das Jahr 2011 zum Europäischen Jahr des Ehrenamtes, um die Bedeutung des Ehrenamtes in der Gesellschaft herauszustellen. Es gibt einen großen Kreis von Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich in Hilfsorganisationen, Verbänden, kommunal und kirchlich oder im Sport für das Wohl der Gemeinschaft zu engagieren!

Die Freiwilligen Feuerwehren, wichtigste Stütze der aktiven Gefahrenabwehr in Deutschland, haben ausschließlich ehrenamtliche Mitglieder. Auch den Katastrophenschutz der Bundesrepublik Deutschland gewährleisten größtenteils ehrenamtliche Kräfte.

Alle ehrenamtlichen Tätigkeiten kann ich hier gar nicht aufzählen - es sind zu viele – und bestimmt würde ich jemand vergessen. Viele Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens würden ohne Ehrenamtliche kaum mehr existieren, ja vieles würde ohne das Ehrenamt gar nicht funktionieren! Das Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Ich habe den Eindruck, dass manchmal auch zu schnell danach gerufen wird! Bei Vorbereitungen von sozialen Belangen wird die ehrenamtliche Arbeit sogar mit eingeplant, einbezogen. ja teilweise auch gefordert. Und trotzdem macht es stolz, mit dazu zu gehören, durch zu halten und Familien zu haben, die diese ehrenamtliche Arbeit unterstützen!

Ich kann es mir OHNE gar nicht vorstellen!

Ich möchte es mit einem besonderen Virus erklären, das die "Ehrenamtler" befallen haben muss – und mit dem müssen wir vor allem den Nachwuchs infizieren. Denn die Kleinen und die Jugend, sie sind unsere Zukunft. Ein schönes Beispiel dafür ist das Zustandekommen der Jugendfeuerwehr in Escheburg.

Ehrenamtliches Engagement sollte überall so anerkannt und gelobt werden wie hier in Escheburg!

Heute ist auch Muttertag und ich möchte an dieser Stelle allen Müttern herzlich gratulieren, Ihnen für Ihre Leistungen danken und ihnen die gebührende Anerkennung erweisen! Sind nicht auch die Hausarbeit, die Kranken- und Altenpflege und die Kindererziehung ebenso unentgeltliche Dienste für die Gesellschaft, das Gemeinwohl und Investitionen in unsere Zukunft?

Und so schließt sich der Kreis, die ehrenamtlichen Chronisten Manfred Sperling, Friedrich Müller, Kay Rauch und Thomas Dreves haben sich mit ihrer uneigennützigen und unentgeltlichen Arbeit  nicht nur um das Gemeinwohl Escheburgs verdient gemacht, sondern sie haben ein nachhaltiges Werk, ein Denkmal geschaffen, womit sie diese besondere Ehrung verdient haben.

Lassen Sie mich zum Schluss noch zur Zahl 7 kommen. 7 Jahre haben die vier Chronisten auf die Fertigstellung ihres Werkes hin gewirkt! Nach 7 mal 100 Jahre Escheburg, können wir in vier Jahren ein großes Jubiläum feiern!

Die Zahl 7 spielt nicht nur in der Religion und in der Geschichte eine mystische Rolle, sondern auch in Märchen.

Ich hätte also auch beginnen können:

Es begab sich vor langer Zeit der Chronist Manfredicus auf die Suche nach Mitstreitern. Er wollte sich mit ihnen auf eine ungewisse Entdeckungstour durch die Escheburger Geschichte machten. Nach sieben mühevollen Jahren, in denen sie viele Widrigkeiten überwunden haben, in denen sie weder der Mut noch ihre Familien im Stich ließen, konnten sie ihr Werk endlich vollenden. Und so leben sie zufrieden in ihrem Dorf und werden in Ehren gehalten. 

Allen Vieren möchte ich zu Ihrer Ernennung meine herzlichsten Glückwünsche und Anerkennung aussprechen!

Ich kann nur wiederholen: Vielen Dank für ihr Wirken für Escheburg! 

Danken möchte ich auch Ihnen, dass Sie so aufmerksam waren, und genießen Sie diesen Tag mit Ihren Familien und Freunden!

Kommen Sie immer dort heil an, wo Sie hin wollen! 

2014 - Herr Klaus Steffens

In diesem Jahr wurde Herr Klaus Steffens zum "Eschebürger" des Jahres 2014 gewählt. Seine besonderen Verdienste wurden in der folgenden Laudatio gewürdigt.

Laudatio anlässlich der Festveranstaltung am 4. Mai 2014

Laudator: Manfred Sperling

Das Gremium zur Findung eines Eschebürgers hat es wahrlich nicht leicht, seine Wahl zu treffen. Es gibt in unserer Gemeinde eine ganze Reihe von Bürgern, die ehrenamtlich und uneigennützig am Wohlergehen unseres Gemeinwesens mitarbeiten. Es gilt, sich jeweils für die Persönlichkeit zu entscheiden und sie zu würdigen, die durch überragende Leistungen über einen längeren Zeitraum einen Beitrag geleistet hat.

Es freut mich ganz besonders, dass heute Klaus  Steffens geehrt und ausgezeichnet wird und ich die Ehre habe, seine Leistungen zu würdigen, zumal ich Klaus und seine Art über viele Jahre hinweg schätzen gelernt habe.

Klaus wurde 1936 geboren und entstammt einer alteingesessenen Escheburger Familie. Das Geschlecht der Steffens in Escheburg lässt sich nach meinen Erkenntnissen bis  ins 16. Jh. zurückverfolgen.  Nach dem Abschluss seiner Maschinenbauerlehre bei der HMG war er von 1954 bis 1995 41 Jahre bei der Hauni in verschiedenen Funktionen beschäftigt (u.a. Lehrlingsausbilder, Sicherheitswesen

Die Mitgliedschaft in Vereinen oder anderen Institutionen hat im Leben von Klaus schon immer eine bedeutsame Rolle gespielt.  So trat er bereits 1954 mit 18 Jahren dem Escheburger Gesangverein von 1893 bei und übte dort mehrere Funktionen aus:

1958 – 1961 war er Bannerträger. Bannerträger wurden jährlich gewählt und mussten das Banner bei Festveranstaltungen tragen. Das war eine besondere Ehre. 1960/ 61 war er Notenwart. 1962 übernahm er vorläufig das Amt des Kassenwartes und war von 1963 – 1969 Kassenwart.

Beim 75. Vereinsjubiläum betätigte er sich im Festausschuss.

In der Übergangsphase des Zusammenschlusses mit dem Gesangverein „Sängerlust“ Escheburg – Börnsen von 1905 führte er im Januar 1972 nach dem Rücktritt von Heinrich Steffens den Gesangverein  als 1. Vorsitzender .

Dem Vereinigten Männerchor Escheburg gehörte er von 1972 – 1990 als Mitglied an und war eines der 9 Mitglieder, die die Auflösung des Vereins zum 31.12.1990 beschlossen.

Klaus gehörte zu den 61 Gründungsmitgliedern, die am 23.11.1970 den Escheburger Sportverein gründeten. Neben dem Fußballspiel bei den Alten Herren übte er auch hier mehrere Funktionen  aus. 1971 bis 1972 war er 1. Pressereferent. 1974 – 1975 war er 1. Kassierer und nach der Umbenennung des Amtes 1975 – 1979 Schatzmeister. Bei der sehr gewissenhaften Buchführung hielt er sich jedoch immer etwas bedeckt, wenn es um die Beschaffung irgendwelcher Geräte ging. Typisch für ihn war, dass er bei jährlichen Rechnungsprüfungen immer einen Gemeindevertreter hinzuzog, was nach der Satzung nicht vorgesehen war. Die Gemeinde sollte so Kenntnisse über den Verbleib des jährlichen Zuschusses an den ESV erhalten.

Bei Veranstaltungen (z.B. Pfingstturniere, Volkswandern/Kontrollpunkte) stand Klaus auch als Helfer zur  Verfügung.

Seit 1971 war Klaus über viele Jahre im Festausschuss für das Escheburger Vogelschießen vertreten (für den Gesangverein). Er half jeweils mit beim Zeltauf- und Abbau und sorgte mit Gerd Bierkarre für die Installation der Lautsprecheranlage.

1985 – 1991 gehörte Klaus 6 Jahre dem Kirchenvorstand an. Bereits zur Einweihung der St. Martinskirche in Escheburg 1981 hatte er den Heiligen St. Martin gestiftet, den er von dem Holzschnitzer Kopf im Bayrischen Wald schnitzen ließ.

Vor der Wende nahm Klaus Kontakt auf mit dem Holzschnitzer Jacob in Ostberlin, der für die St.Martinskirche ein Kruzifix schnitzte. Die Probleme hinsichtlich der Ausfuhr aus der DDR und der Bezahlung sollten durch eine Beratung und Empfehlung eines Haunidirektors gelöst werden. Durch die Wende 1991wurden die Schwierigkeiten beseitigt und der Künstler übergab in Escheburg das Kruzifix an Klaus, der es für unsere Kirche stiftete. In diese Stiftungen hat er in dankenswerter Weise nicht unerhebliche Geldbeträge investiert.

Zu seinen größten Hobbies zählte wohl das Schießen, dem er in der Bergedorfer Schützengesellschaft viele Jahre frönte. Bis 2012 war er dort aktiver Schütze und nahm erfolgreich an vielen Meisterschaften teil. Zweimal (1969 und 1980) war er Schützenkönig und hinterließ in der BSG deutliche Fußspuren. So stiftete er den Goi, (silberner Papagei an einer Kette) die  sogenannte kleine Königskette, damit künftige Schützenkönige bei kleineren Anlässen von der Last der schweren Königskette befreit wurden. Die jeweiligen Königsfrühstücke wurden übrigens nach dem Schützen- umzug in Steffens Garten in Escheburg gefeiert.

Nach dem Abschluss seines Arbeitslebens überstand Klaus als Rentner eine schwere Erkrankung. Aus Dankbarkeit entschloss er sich ehrenamtlich für Andere Gutes zu tun: Er wurde ein „Grüner Mann“  im Bethesda-Krankenhaus in Bergedorf. Das heißt, er wurde  Mitarbeiter der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft Krankenhaus-Hilfe e.V. Dort hilft er einmal wöchentlich bei der Betreuung von Kranken. Nach 5jähriger Tätigkeit ehrte man ihn für seinen Einsatz, den er nun  bereits im 8. Jahr ausübt.

Privat lebt Klaus heute mit seiner Frau Elke in seinem neuen Haus an der Alten Landstraße, das er für sich und seinen Sohn Axel 1993 gebaut hat,  nachdem er das 1892 erbaute Elternhaus verkauft hatte.

Über Klaus ist zu sagen, dass er als verlässlich gilt. Sein Wirken ist gekennzeichnet von Traditionsbewusstsein und durch Ideenreichtum. Das, was er macht, geschieht ganz mit voller Hingabe und großen Engagement.

Ich denke, ich habe Ihnen mit meinen  Ausführungen einen wesentlichen Bereich des Lebens von Klaus Steffens geschildert, der sich in vielen Jahren ehrenamtlich für das Wohlergehen seiner Mitmenschen nicht nur eingesetzt sondern auch Verantwortung übernommen hat. Er hat es verdient, als „Eschebürger“ geehrt und ausgezeichnet zu werden.

2013 - Herr Lothar Jeschke

In diesem Jahr wurde Herr Lothar Jeschke zum "Eschebürger" des Jahres 2013 gewählt. Seine besonderen Verdienste wurden in der folgenden Laudatio gewürdigt.

Laudatio auf Herrn Lothar Jeschke anlässlich der Verleihung des Titels „Eschebürger  2013“ am 28.04.2013:

Am heutigen Tag gilt es, wieder einen verdienten Escheburger mit dem Titel „Eschebürger“ zu ehren und auszuzeichnen. Es ist seit 2008 das fünfte Mal, dass die Gemeinde Escheburg eine solche Ehrung auf Vorschlag des „Gremiums zur Findung des Eschebürgers“ vornimmt. Ich habe gern den Auftrag übernommen, für den „Eschebürger 2013“, Lothar Jeschke, die Laudatio zu halten, weil wir viele Jahre im Escheburger Sportverein zusammengearbeitet und gewirkt haben.

Da bin ich schon mitten im Thema. Wenn es darum geht, Lothars Leistungen zu würdigen, dann geht es um seine vieljährige Tätigkeit im ESV. Bei einem Blick in die ESV-Chronik fällt auf, dass der Name Jeschke sehr häufig erwähnt wird, weil es sich offensichtlich um zwei sehr sportliche Familien – die der Brüder Bruno und Lothar – handelt. Ich möchte mich heute aber nur auf Lothar – dem Anlass angemessen – konzentrieren. Die Verdienste Lothars sind eng mit dem ESV verbunden: Lothar als Sportler und Vorbild, als Trainer, als Abteilungsleiter der Leichtathletikabteilung, als Motivator, als Inspirator und als Helfer für alle Fälle.

Gestatten Sie mir einige Worte zu Lothars Werdegang, denn er ist kein gebürtiger Escheburger. Er wurde 1943 in einem kleinen Ort im Warthegau (heute Polen) geboren. Bedingt durch den 2. Weltkrieg  kam die Familie Jeschke auf langen Wegen und vielen Zwischenstationen 1945 nach Escheburg. Sie fand hier für 5 Jahre Unterschlupf in einem Zimmer in der Villa Riefenstahl im Bistal. 1968 heiratete Lothar seine Rosi. Das junge Paar zog nach Hamburg und wohnte dort 3 Jahre. 1971 kehrten die beiden  nach Escheburg zurück  und bezogen  auf Wunsch der Eigentümerin die Villa Schulze am Stubbenberg. Von dieser repräsentativen Villa, die früher Haus Burgsee hieß, existiert übrigens in unserem Escheburger Archiv eine Postkarte aus dem Jahre 1914.

Lothar trat 1972 dem ESV bei und betätigte sich sogleich als aktiver Sportler. Sein Interesse galt der Leichtathletik. Eine Abteilung und entsprechende Sportanlagen gab es damals noch nicht, aber eine Handvoll Interessenten wollten das Deutsche Sportabzeichen erwerben. Also musste improvisiert werden. Lothar war dabei, als wir in Eigenhilfe eine Sprunggrube in den Grüppen bauten. Für den  Langstreckenlauf der Schüler wurde  eine Strecke im Buerblökenredder (heute Am Soll)  vermessen und markiert. Die Erwachsenen mussten nach Geesthacht oder Bergedorf. Die Kurzstrecken wurden im Grüppental oder in der Kiehnwiese trainiert und abgenommen. Lothar erwarb noch 1972 das DSA in Bronze und wurde 1973 als abnahmeberechtigter Prüfer zugelassen. Er unterstützte mich beim Training und vertrat mich zeitweise.

Die Situation verbesserte sich, als im Juni 1974 der Sportplatzbau im Grüppental abgeschlossen war und die Anlage dem ESV übergeben wurde. Nun hatten die Leichtathleten endlich eine 100m-Bahn. Für die Kugelstoß- und Diskuswurfanlage musste der Maurer Lothar Jeschke wieder ran, um diese zu betonieren und die Ringe einzusetzen.

Als der Kuhstall bei Rathje zum Trainingsraum ausgebaut wurde, war Lothar dabei und mauerte den Schornstein hoch. 1975 wurde Lothar in das ESV-Schiedsgericht gewählt und 1977 übernahm er die Leichtathletikabteilung und gehörte zum Erweiterten ESV-Vorstand.

Diese Abteilung hatte sich mittlerweile sehr positiv und sportlich erfolgreich entwickelt und konnte unter seiner Führung auf Kreis- und Landesebene im Schüler-, Jugend- und später auch im Seniorenbereich Spitzenergebnisse erzielen. Die Leistungen der Escheburger Sportler lassen sich in den Kreisbestenlisten ablesen, wo sie in vielen Jahren auf vorderen  Plätzen aufgezählt werden und Escheburg bekannt gemacht haben.

1981 stellte die ESV-Leichtathletikabteilung 5  Kreismeister und 8 weitere Platzierungen bis zum fünften Platz. In der Vereinswertung erzielte sie den 12. Rang. 1982 erwarb Lothar die  A-Lizenz als Sportübungsleiter und erhielt somit eine geringe Entschädigung  für die zahlreichen Fahrten und sonstigen Aufwendungen. 1983 stellte Lothar mit 40 Jahren einen Kreisrekord im Fünfkampf auf, der nach meinen Informationen heute noch gültig ist. Weitere Kreisrekorde in seiner Altersklasse stellte er 1984 im 400m-Lauf und Hochsprung auf. Am 28.7.1984 schrieb die Bergedorfer Zeitung: Lothar Jeschke, Spartenleiter der ESV-Leichtathleten darf über gute Leistungen seiner Abteilung strahlen. Lothar nahm an vielen Wettkämpfen im Kreis, in Bergedorf, Oldesloe, Lübeck und Kiel erfolgreich teil.

Während seiner Amtszeit errangen drei Escheburger den Titel als Landesmeister: 1982 Björn Mamay, Speerwurf, 1994 Roman Jeschke, Hochsprung, 1997 Daniel Jeschke, Speerwurf. Die Erfolgsliste der Escheburger Leichtathleten ließe sich noch beliebig fortsetzen.

Lothar war nicht nur selbst ein guter Sportler und förderte seine Leistungsträger, sondern legte großes Gewicht  auch auf den Breitensport. Damit meine ich den Erwerb des Deut-schen Sportabzeichens sowie des Leichtathletik-Mehrkampfabzeichens. Während seiner Zeit als Abteilungsleiter konnte er 384 Sportabzeichen und mindestens 67 Mehrkampfabzeichen verleihen. Darüberhinaus richtete er viele Vereinsmeisterschaften, Sportfeste für den ESV und Nachbarvereine, Kreiscrossmeisterschaften in der Dahlbekschlucht, sowie Ferienaktionen für die Schulkinder aus. Welche Arbeiten mit seinen Aufgaben verbunden waren, können eigentlich nur Insider ermessen: Vorbereitungen, organisatorische Maßnahmen, schriftliche Arbeiten, umständlicher Auf- und Abbau der Hochsprunganlage, Fahrten zu den Wettkampforten, Transport von Teilnehmern, Gewinnung und Einteilung von Helfern, Motivation zur Teilnahme an Wettkämpfen und manchmal auch Trost spenden bei Enttäuschungen sowie Sondertraining für Schwache.

In Schwierigkeiten geriet er, als er 1985 die Aufgabe als Spartenleiter abgeben und nur noch Trainer sein wollte. Offensichtlich wollte niemand die Belastung auf sich nehmen. Qualifizierte und interessierte Nachfolger waren allerdings auch schwer zu finden. 1988 übernahm dann endlich Sabine Flindt vorübergehend diese Aufgabe. Aber bald macht Lothar wieder weiter.

Einen Rückschlag erlitt die  LA-Abteilung als wegen der notwendigen Verbreiterung des Fußballfeldes die 100m-Laufbahn abgerissen werden musste. Damit wurde den Leichtathleten eine wichtige Trainings- und Wettkampfmöglichkeit genommen. Es musste also wieder improvisiert werden. Im Oktober 1999 stellte Lothar endgültig seine Tätigkeit als Abteilungsleiter ein. Das Training übernahmen Roman Jeschke und Florian Jüttner. 2001 erklärte sich Carola Link bereit die Abteilung weiterzuführen.

Es bleibt also festzustellen, dass Lothar Jeschke sich etwa 27 Jahre in aufopferungsvoller Weise für Kinder, Jugendliche und Erwachsene eingesetzt hat, damit sie den Leichtathletiksport in Escheburg betreiben konnten. In seiner Weihnachtsansprache 2012 sagte unser Bundespräsident Gauck:“Wir brauchen nicht nur tatkräftige Politiker sondern auch engagierte Bürger.“  Ich denke, das gilt auch für den Sport. Die Bundkanzlerin Merkel ergänzte ihn: „Sie und viele andere machen unsere Gesellschaft menschlich und erfolgreich“.

2012 - keine Auszeichnung

2011 - Herr Manfred Sperling

Herr Manfred Sperling wurde am 15. Mai 2011 zum "Eschebürger" des Jahres 2011 gewählt. Mit dieser Auszeichnung wurde Herr Sperling für besondere Verdienste um das Gemeinwohl der Gemeinde Escheburg geehrt. Damit gesellt sich Herr Sperling zu den Titelträgern der vergangenen Jahre.

Laudatio zur Wahl des Eschebürgers 2011

Laudator: Herr Wolfgang Seidemann

Lieber Manfred, in diesem Jahr hat das Auswahlgremium zur Wahl des Eschebürgers entschieden Dich zum Eschebürger 2011 zu küren. Gern übernahm ich die Aufgabe für Dich die Laudatio zu halten.

Manfred, wer kennt ihn nicht hier im Dorf, ist gar kein geborener Escheburger, sondern wie er selbst häufig sagt, ein Erbschleicher. Doch ich bin mir ganz sicher, diese Behauptung ist nicht wahr. Es war eine junge Escheburger Deern, die ihn damals eingefangen und bis heute nicht wieder losgelassen hat. Denn vor knapp zwei Jahren haben wir die Goldhochzeit gefeiert. Doch dazu kommen wir später.

Manfred wurde am 05.09.1932 in Stettin geboren. Dort besuchte er auch die Grundschule, wurde dann, es war ja Krieg mit der gesammten Schule nach Vorpommern evakuiert. Zum Kriegsende kehrte man wieder nach Stettin zurück. Stettin wurde dann als Ergebnis des Krieges Polen zugeschlagen. Daraufhin verließ die Familie die Heimat und ging nachs über die Grenze.

Im Kreis Ückermünde besuchte Manfred dann die Oberschule und machte 1951 dort das Abitur. Von 1951 - 1953 absolvierte er ein Schiffbaustudium in Rostock. Im November 1953 mußte sich der junge Student ganz plötzlich über Berlin zu seinen Verwandten nach Hamburg absetzen. Den damals Regierenden hatte sein Auftreten im Umfeld des 17. Juni nicht gefallen. Kurze Zeit war er dann bei der Deutschen Werft in Hamburg als Zeichner und Archivar beschäftigt, bevor er sich 1955 bei der Hamburger Polizei bewarb und in die Eggerstedt Kaserne in Altona einrückte. Im Juli 1955 benötigte sein Lehrgangskollege Günther Hinz einen Tischherrn für seine kleine Schwester bei einer Feier in Escheburg. Da war es dann um Manfred geschehen. Von nun an gehörte er nach Escheburg. 1959 heiratete er seine Ursula und auch beruflich ging es steil bergan. Er wurde Polizeikommissar, dann Sachgebietsleiter Verkehr Bezirk Bergedorf, Revierführer in Eimsbüttel, Bergedorf und Billstedt bis zu seiner Pensionierung als Polizeihauptkommissar im Jahre 1992. Neben den Beruf gab es für Manfred in Escheburg viel zu tun. Das Land wurde bestellt, Maiblumen, Erdbeeren und Tannenbäume wurden verkauft. Trotzdem fand Manfred noch die Zeit, sich in Escheburg zu engagieren. Er gehörte zu den Gründungsvätern des Escheburger Sportvereins. War lange Jahre Abteilungsleiter der Sparten Leichtathletik und Tanzen. Dabei machte Manfred selber 38 mal das Deutsche Sportabzeichen und hielt in den jeweiligen Altersklassen etliche Kreisrekorde. Von 1974 - 2002 war er auch der Referent für die Öffentlichkeitsarbeit des ESV. Von 1977 - 1983 leitete er den Verein als 1. Vorsitzender und war gleichzeitig sechs jahrelang Herausgeber der ESV-Nachrichten. Dabei entdeckte er seine Lust zum Schreiben und begann die Vereinschronik des Escheburger Sportvereins zu schreiben. Zuerst mit der Schreibmaschine, dann später mit Hilfe des PC. Vierzig lange Jahre hat er aufgearbeitet. Von 1970 - 2010. Ich glaube, es ist kaum abzuschätzen wieviel Mühe und Zeit er gebraucht hat die vielen Ereignisse und Ergebnisse zusammen zutragen und aufzubereiten. Es entstanden 8 gebundene Bände und soviel ich weiß, können diese heute bei Lisa, seiner Enkelin, eingesehen werden. Manfred, ich bin sicher der Escheburger Sportverein wird für Deine Chronik einen würdigen Platz finden. Im Jahre 2010 erhielt Manfred dann die goldene Nadel für 40 jährige Mitgliedschaft im Escheburger Sportverein. Auch beim Vogelschießen war Manfred einige Jahre Mitglied des Festausschusses und hat geholfen zum Gelingen der Feste beizutragen. Den Escheburger Bestattungsverein leitete er von 1974 - 2002. Achtundzwanzig Jahre lang. Auch dafür vielen Dank.

Wie schon gesagt, 1992 wurde er Pensionär. Da hat man ja aufeinmal viel Zeit und so wurde er Mitglied im Golfclub Escheburg. Dieser Verein war damals ein loser Personenzusammenschluß mit dem Ziel, hier in Escheburg einen Golfclub zu bauen. Im Jahre 1993 wurde Manfred zum 1. Vorsitzenden gewählt. Da gab es auf einmal wieder viel zu tun. Es mußten viele Gespräche mit den Grundeigentümern, den Planern, Behörden und nach den ersten Genehmigungen auch mit den Baugewerken geführt werden. Für all das benötigte man natürlich auch Geld. Es mußten Mitglieder her. Diese wurden dann zum Teil zu Haus im Wohnzimmer überzeugt dem Club, der noch keinen eigenen Platz vorweisen konnte, beizutreten. Aber ohne die tatkräftige Unterstützung von Manfred Scheerer und Heiner Wohltorf hätte Manfred diese Aufgaben wohl kaum geschafft. Zusammen waren sie ein Team. In diesem Zeitraum fiel dann mit einem Seufzer der Satz von Uschi "Als mein Mann noch zum Dienst ging, habe ich ihn öfter gesehen". So ist das halt Uschi, ohne Dein Verständnis wäre es vielleicht nicht so zügig voran gegangen. Die Genehmigungen kamen, die Dänen planierten das Gelände und am 23. Oktober 1994 wurde als erstes die Driving Range eröffnet. Bei dieser Feier konnte Manfred dann das 400. Clubmitglied begrüßen. Jetzt hatte man auch etwas zum Vorzeigen. Der Golfplatz machte weitere Fortschritte und am 01. Juni 1996 schlug Manfred bei der feierlichen Eröffnung des Escheburger Golfclubs den "Goldenen Ball" ab. Die Einweihung des Golfclubs war für Escheburg ein großes Ereignis. Vom Trickgolfer bis zum Hubschrauberrundflug. All das mußte geplant und organisiert werden. Bis 1997 blieb er Vorsitzender. Danach stand er seinen Nachfolgern noch gern mit Rat und Tat zur Seite. Diese ernannten ihn dann 2005 zum Ehrenmitglied des Golfclubs. Natürlich führt er auch beim Golfclub wieder die Chronik.

Auf Manfreds Initiative hin gründeten sich 2007 die Escheburger Chronisten. Sie haben sich zum Ziel gesetzt, die Escheburger Geschichte zu ergründen und dabei eine Escheburger Dorfchronik zu erstellen. Manfred stellte unter anderem intensive Nachforschungen über die Geschichte der beiden Escheburger Gesangsvereine sowie den Aufbau der Freiwilligen Feuerwehr Escheburg an. Zu beiden Themen hielt er dann im Gemeindezentrum entsprechende Vorträge.

Einmalig und bisher weitgehend unbekannt ist seine Escheburger Bilder und Fotosammlung. Bilder vom "Alten" und "Neuen" Escheburg. Alles was er irgendwie bekommen und auftreiben konnte, wurde von ihm auf dem PC und als Papier archiviert und dokumentiert. Wer interesse hat, kann sich das gern einmal von ihm zeigen lassen.

Manfred, zu Deiner Ernennung nochmals herzlich Glückwunsch und vielen Dank für Dein Wirken in und für Escheburg.

2010 - Herr Wilhelm Diedrich

Am 25. April 2010 wurde Herr Wilhelm Diedrich zum "Eschebürger" des Jahres gewählt.

Herr Diedrich wurde mit dieser Auszeichnung für seine besonderen Verdienste um das Gemeinwohl der Gemeinde Escheburg geehrt. Obwohl er mit seiner Ehefrau Erika in Börnsen lebt, hat er sich stets mit Escheburg verbunden gefühlt.Rainer Bork sagt dazu in seiner Laudatio bei der Festveranstaltung in der neuen Mensa: „Ich denke, Wilhelm galt als der erste "Gastarbeiter" in Escheburg!"

Wilhelm Diedrich war als Sänger und Kassenwart im Escheburger Gesangverein von 1893 aktiv und blieb den Sängern auch nach ihrer Fusion mit dem Gesangverein "Sängerlust Escheburg-Börnsen von 1905" im Jahre 1972 als Vorstandsmitglied erhalten.

Seine große Leidenschaft aber war die Freiwillige Feuerwehr Escheburg, in der er von 1963 bis 1999 als Aktiver mitgewirkt hat, so war er Maschinist, Atemschutzträger, Atemschutzgerätewart und Truppführer. Ab 1981 hat er für 12 Jahre im Vorstand mitgearbeitet. Im Jahre 1999 wurde er in deren Ehrenabteilung übernommen. Inwzischen ist er 47 Jahre Mitglied der Escheburger Feuerwehr.

Das Escheburger Vogelschießen hat er in den 70er bis 80er Jahren, wie es in der Laudatio heißt, zu seinem "KIND" gemacht. Gemeinsam mit Gesangverein, Feuerwehr, Sportverein und Schule wurde jährlich im Festzelt auf dem Sportplatz ein "BUNTER ABEND" am Freitag, ein Ball mit Live-Kapelle am Samtagabend und natürlich der Frühschoppen am Sonntag organisiert.

Diesen persönlichen Einsatz von Herrn Wilhelm Diedrich gilt es zu würdigen.

Darum, lieber Wilhelm, bist Du ein Vorbild für ehrenamtliches Engagement und ein würdiger Träger des Titels "Eschebürger 2010"!

2009 - Herr Heinz Wendt

Laudatio für den „Eschebürger 2009" Heinz Wendt anlässlich der Festveranstaltung am 26. April 2009

Laudator: Hans-Dieter Struck

Begrüßung…

Die Wichtigkeit von ehrenamtlicher Tätigkeit wird von allen immer wieder hervorgehoben.

Auch in Escheburg ehren wir jedes Jahr einen Escheburger als „Eschebürger".

Dieses Jahr ernennen wir als 2. Eschebürger Herrn Heinz Wendt.

Gern übernahm ich den Auftrag des „Gremiums zur Findung des Eschebürgers" für den heutigen Tag die Laudatio zu halten.

Vorstellung der Zusammensetzung des Gremiums „Eschebürger"…

Lassen Sie mich mit dem Jahr 1947 beginnen – was passierte damals:

  • John Cobb erreichte den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Autos mit 630 km/h

  • Charles Yeager durchstieß erstmalig mit einem Düsenflugzeug mit ca. 1700 km/h die Schallmauer

  • Erste Nachrichten über sogenannte „Fliegende Untertassen" tauchten auf

  • Henry Ford verstarb als „Automobilkönig" und hinterließ mit 625 Millionen Dollar das größte nordamerikanische Vermögen

  • Die UN teilte Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil gegen den Widerstand der Araber und Juden auf

  • Die erste Erdölbohrung im Meer begann im Golf von Mexiko

  • In England kam das „Cocktailkleid" auf

  • Es gab 36,43 DM/Monat als Kindergeld

Am Wichtigsten aber: am 4. Oktober 1947 wurde Heinz Wendt geboren!

  • Und heute, am 26.04.2009 wird Heinz Wendt als 2. „Eschebürger" geehrt!

Und wer ist Heinz Wendt?

Falls es noch jemanden gibt, der Heiner nicht kennt:

Es ist vielleicht leichter aufzuzählen, wo Heiner nicht mitgewirkt hat. Ich möchte aber aus dem heutigen Anlass heraus versuchen, Ihnen einen Überblick über das stille, prägende ehrenamtliche Wirken von Heiner Wendt zu geben.

Das stille Wirken -- Heiner machte und macht auch heute noch nicht viel Aufhebens über seine Aktivitäten; deshalb wird dieser Bericht sicherlich nicht vollständig sein - wie gesagt still.

Heiner – ich hoffe, ich darf dich weiter so nennen – wuchs in Escheburg auf und trat am 03.01.1965 als 17jähriger der freiwilligen Feuerwehr bei. Dabei war er nicht nur Feuerwehrmann, sondern immer wenn „Not am Mann" war, duckte Heiner sich nicht weg: er wurde 14 Jahre als Gruppenführer gewählt und amtiert seit dem 03.02.2006 ununterbrochen bis heute als Schriftführer! Wir alle wissen, wie schwer es ist, gute Protokollanten bzw. Schriftführer zu finden.

1981 war er maßgeblich mit seinen Kameraden an der ersten Durchführung des inzwischen schon traditionellen und über die Grenzen hinaus bekannten „Escheburger Feuerwehrmarsch" beteiligt.

Am 01.01.1990 wurde ihm das „Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande" für 25jährigen aktiven Dienst in der freiwilligen Feuerwehr verliehen.

Anlässlich seines 40jährigen Jubiläums und der Ehrung mit dem „Brandschutzehrenzeichen in Gold" wurde Heiner als aktiver, selbstloser Helfer und Gestalter in Escheburg beschrieben. Hinzufügen möchte ich noch Mitbegründer in vielen Bereichen, als einer der ersten Stunden!

Am 23.11.1970 wurde der „Escheburger Sportverein" gegründet. Und wer war dabei? Heiner!

Dieser Verein entstand aus einem „lockeren Club" von Tischtennisbegeisterten in den 60iger Jahren, die sich wöchentlich im Turnraum der alten Schule trafen. Wir hatten sogar schon eine Vereinskasse in Form einer Zigarrenschachtel, in die wir monatlich 50 Pfennig einbezahlten. Daraus entstand 1966 der Tischtennisverein und 1969 der Escheburger Tischtennisclub und schließlich der „Escheburger Sportverein".

Heiner war mehrfach Tischtennisvereinsmeister und spielte auch erfolgreich in der 1. Fußballmannschaft, deren Mannschaftsführer, Kapitän und Leiter der Fußballabteilung er war.

Dem Vorstand des Escheburger Sportvereins gehörte Heiner vom 23.01.1981 bis zum 07.08.1992 ununterbrochen an, teils als Schriftführer, als 2. Vorsitzender und als kommissarischer 1. Vorsitzender. Hierfür wurde Heiner 1997 mit der „Silbernen ESV-Ehrennadel" für langjährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet!

In dieser Zeit – Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre – existierten in Escheburg zwei Gesangsvereine. Auch hier ließ Heiner es sich nicht nehmen und half zumindest in einem Verein mit seiner Stimme aus. In beiden ging nicht – der eine Verein war ein Arbeiter- und der andere ein Bauerngesangsverein aus Escheburg. In welchem Heiner gesungen hat, verrate ich nicht – das können Sie nachher bei einem Gläschen klären.

Wenn es um die Ausrichtung von geselligen Veranstaltungen jeglicher Art, Feiern, Volkswandern und Vogelschießen ging, konnte man sich immer auf Heiner verlassen. Er war immer mit Rat und Tat dabei, ohne davon viel Aufhebens zu machen und übernahm auch Aufgaben, bei denen manch anderer plötzlich mit seinen Schnürsenkeln zu tun hatte. Wenn ihm etwas nicht gefiel, hielt er mit seiner Meinung nicht zurück, sondern machte in seiner ruhigen Art seinen Standpunkt verständlich klar.

Das führt mich zu Heiners politischer Tätigkeit:

Vom Mai 1979 bis April 1994 brachte Heiner  sich mit viel Zeit und Energie in die Gemeindepolitik als Gemeindevertreter, als Vorsitzender des Bauausschusses, als Mitglied des Planungs- und Amtsausschusses sowie des Jugend- und Kulturausschusses ein. Mit seiner Frau Gisela gestaltete er seit Beginn die Seniorenbetreuung mit. Ich erwähne an dieser Stelle Heiners Frau Gisela ganz bewusst, denn so wie damals ist es heute immer noch – alles das ging und geht natürlich nicht ohne Unterstützung und familiären Rückhalt!! Dafür, Gisela, für dein Verständnis und auch für deine tatkräftige Hilfe bei vielen Gelegenheiten, möchte ich dir im Namen aller danken!

Lieber Heiner, ich habe versucht, einen Überblick über dein ehrenamtliches Wirken in und für Escheburg zu geben, und ich bin überzeugt, dass wir, die Mitglieder des „Gremiums zur Findung des Eschebürgers", den Richtigen gefunden haben.

Persönlich möchte ich an dieser Stelle als Sprecher des Gremiums den Mitgliedern danken für die angenehmen Atmosphäre bei den Sitzungen.

Gestatten Sie mir zum Schluss noch einen Gedanken..

Seit nunmehr 44 Jahren ist Heiner aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr von Escheburg. Bei dieser Ehrung denke ich auch mit Anerkennung an deine anderen Kameraden der Feuerwehr! Denn nur durch die funktionierende Kameradschaft und das Bewusstsein, sich auf den anderen verlassen zu können, ist es euch möglich, die für uns alle nicht verzichtbare Sicherheit zu gewährleisten.

In der Schleswig-Holstein Zeitung vom 08.04.2009 las ich in der am 07.04.2009 veröffentlichten Studie „European Trusted Brands 2009" das folgende Zitat: „Feuerwehrleute genießen in Deutschland das größte Vertrauen. Im siebten Jahr in Folge sind sie an der Spitze mit 93 %."

Andere Berufe wurden auch genannt, aber lassen wir das…

Heiner, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für dein Wirken.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

2008 - Herr Walter Groth

Laudatio für den „Eschebürger 2008" Walter Groth anlässlich der erstmaligen Verleihung des Titels „Eschebürger" zur Festveranstaltung am 27. April 2008

Laudator: Dipl.-Ing. Dietrich Seeliger

 

Lieber Herr Groth,

sehr geehrter Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Damen und Herren Gemeindevertreter,

meine Damen und Herren!

Zum ersten Mal verleiht heute die Gemeinde Escheburg den Ehrentitel „Eschebürger". Mit diesem Titel sollen Bürger geehrt werden, die durch herausragende Leistungen und Tatkraft verbunden mit hoher Einsatzbereitschaft über viele Jahre uneigennützig für das Gemeinwesen, sein Wohlergehen und seine Weiterentwicklung tätig waren und sich so um die Gemeinde verdient gemacht haben.

Ich freue mich ganz besonders, dass Sie, Herr Groth, als erster den Titel „Eschebürger" erhalten. Denn damit werden Sie für eine Leistung und Einsatzbereitschaft geehrt, ohne die Escheburg in seiner heutigen Größe und Bedeutung nicht denkbar wäre. Wasser ist das Lebensmittel Nr. 1. Ohne eine sichere, zuverlässige und leistungsfähige Wasserversorgung können wir alle hier nicht in Escheburg leben. Sie, Herr Groth, haben als langjähriger Vertrauensmann und später 1. Vorsitzender der Wasserversorgungsgemeinschaft Escheburg w. V. den Grundstein dafür gelegt und damit einen unabdingbaren Beitrag zur Entwicklung Escheburgs geleistet.

Und ich freue mich darüber hinaus, dass mit dieser Ehrung eine Leistung ins Bewusstsein derjenigen Escheburger Bürger gerückt wird, die zum Zeitpunkt ihrer Einbringung noch nicht Bürger Escheburgs waren. Und das sind nach grober Schätzung ca. 70 % unserer derzeitigen Bevölkerung. Sie alle trinken das Wasser, das Herr Groth erbohrt und die für seine Aufbereitung notwendigen Einrichtungen geschaffen hat.

Daher möchte ich im Folgenden den Bürgern Escheburgs etwas ausführlicher Ihre Leistungen, Herr Groth, verdeutlichen, die Anlass der heutigen Ehrung sind.

Sie gehören nicht zu den 14 Personen, die im Januar 1964 die Wasserversorgungsgemeinschaft als Selbstversorgereinrichtung gründeten. Das waren Escheburger Landwirte, ein Architekt und ein Fertighaushersteller, die entsprechend einem Aufschließungsvertrag von 1962 mit der Gemeinde die Gebiete Götensberg, Fernsicht, Nachtigallenweg und Schöne Aussicht erschließen und dabei auch ein kleines Wasserwerk errichten wollten, die Urzelle unseres heutigen Wasserwerks am Götensberg.

Aber doch waren Sie von Anbeginn in die Planungen für dieses Wasserwerk eingebunden. Denn schon nach wenigen Monaten, im August 1964 waren Sie einer von 10 Teilnehmern einer Mitgliederversammlung, auf der die Notwendigkeit einer Enteisenungsanlage beraten und ihre Beschaffung beschlossen wurde. Es fällt nicht schwer, sich vorzustellen, dass Sie dabei sicher eine sehr aktive Rolle gespielt haben. Im Juni 1966 wurden Sie zum Vertrauensmann gewählt, nachdem der erste Vertrauensmann, ein Baumeister Flörke aus Lauenburg, als Nichtmitglied seinen Auftrag zum Bau des kleinen Wasserwerks abgeschlossen hatte.

Was hieß es nun, Vertrauensmann zu sein und wie haben Sie, Herr Groth, dieses Amt wahrgenommen? Um die Antwort auf eine Kurzformel zu bringen:

Als Vertrauensmann waren Sie gewissermaßen als „Alleinunterhalter" für die WVGE ehrenamtlich tätig und verantwortlich, d. h.

  • für die technische Betriebsführung

  • für die Planung des weiteren Ausbaus und seiner Realisierung und

  • für die Haushaltsführung

Meine Damen und Herren, ich möchte Ihnen etwas detaillierter darlegen, was sich hinter diesen drei Schlagworten verbirgt.

Zu 1. Betriebsführung

Trinkwasser ist das Lebensmittel Nr. 1 und die Anforderungen an seine Qualität werden durch die Vorgaben der Trinkwasserverordnung bestimmt, die unbedingt eingehalten werden müssen. Eine Verletzung ist für den Verantwortlichen strafbewehrt.

Seine Qualität gewinnt das Trinkwasser in der Aufbereitung des Rohwassers. Daher möchte ich mich auf diesen Betriebsbereich beschränken, um Ihnen zu zeigen, welcher Aufwand erforderlich ist, um der genannten Verantwortung gerecht zu werden:

Die Funktion und die Wirksamkeit der Filteranlagen sind laufend zu überprüfen. Über Luftkerzen wird Luft in das Rohwasser gedrückt, um das dort vorhandene Eisen und Mangan zu oxidieren und als Feststoff auszufällen. Diese Luftkerzen sind regelmäßig zu reinigen, da sie wegen des Eisen- und Mangangehalts sehr schnell verockern und unwirksam werden. Das gleiche gilt für die Schnüffelventile, über die überschüssige Luft wieder in die Atmosphäre abgegeben wird. Sind sie wegen Ablagerungen unwirksam, bildet sich ein Luftpolster in den Filtern, das die Wirksamkeit der Filter einschränkt. Allein die Überwachung der Funktion dieser Komponenten erforderte mindestens einen täglichen Kontrollgang durch das Wasserwerk. Dann waren wöchentlich die Filter zu spülen, um die zurückgehaltenen Eisen- und Manganoxyde zu beseitigen. Dies war eine Tätigkeit, die mindestens 1-2 Stunden beanspruchte, zudem möglichst in verbrauchsarmen Zeiten, spät abends oder früh morgens.

Neben der Qualität des Trinkwassers wird natürlich eine zuverlässige Wasserversorgung verlangt. Daher war eine schnelle Rufbereitschaft für den Fall von Betriebsstörungen unverzichtbar. Grenzwertschalter am Manometer lösten einen Alarm aus, wenn z. B. ein unzulässiger Druckabfall im Netz auftrat. Dann musste eiligst ins Wasserwerk gelaufen werden, um die Anlage vom Netz zu trennen, damit nicht die leer laufenden Windkessel Luft ins Netz drückten. Dies hätte zu Wasserschlägen und in der Folge zu Schäden am Leitungsnetz und seinen Armaturen führen können. Aber auch das Ablösen von Ablagerungen und nachfolgende Verunreinigungen des Wassers wären zu erwarten. Für diese Rufbereitschaft stand Herrn Groth eine Gruppe von ca. 6 Mitgliedern zur Seite, in deren Häusern jeweils ein Manometer zur Netzüberwachung installiert war und Alarm auslösen konnten, und die sich wöchentlich abwechselten. Ich selbst war ca. 14 Jahre an dieser Rufbereitschaft beteiligt, aber nie wurde bei mir Alarm ausgelöst. Andererseits weiß ich aus der Zeit, in der ich selber in der Verantwortung für das Wasserwerk stand, wie relativ häufig, zu passenden und unpassenden Zeiten, die Störungen auftraten. Da erst wurde mir richtig bewusst, dass Herr Groth an seinem Manometer die Grenzwertschalter sehr eng eingestellt haben musste, so dass er bereits am Wasserwerk war bevor bei uns anderen überhaupt der Alarm anschlug.

Meine Damen und Herren, ich habe versucht, Ihnen zu skizzieren, welchen Arbeitsumfang allein die Betriebsüberwachung und die Sicherstellung einer qualitativ ordnungsgemäßen Trinkwasserversorgung erforderten und welche Verantwortung damit verbunden war. Auf den weitergehenden zeitlichen Aufwand für die Wartung aller Komponenten und bei Reparaturen kann ich aus zeitlichen Gründen nicht mehr eingehen.

Zu 2. Ausbauplanung und Realisierung

Während die Betriebsführung die Sicherstellung der Trinkwasserversorgung in der jeweils aktuellen Gegenwart betrifft, sind dagegen die Arbeiten zum weiteren Ausbau auf ihre langfristige Sicherstellung, auf die Zukunft ausgerichtet. Hier hat Herr Groth wirklich Großes geleistet und dabei weit in die Zukunft geschaut.

Die beiden Tiefbrunnen, die noch heute die Grundlage der Wasserversorgung in Escheburg sind, hat er Anfang der siebziger bzw. Anfang der achtziger geplant und ihren Bau überwacht und abgenommen einschließlich der Durchführung des gesamten wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens. In seine Verantwortung fällt auch der Ausbau der Filterkapazität in den sechziger und siebziger Jahren. Auch wenn die Erweiterung des Wasserwerks in Zusammenhang mit der Umsetzung des B-Plans „Lindenbreite" in dem Zeitraum erfolgte, in dem Herr Groth eine Auszeit als Vertrauensmann nahm, so zeigt doch das Konzept unzweifelhaft seine Handschrift. Auch bei der Bauaufsicht und bei der Abnahme hat er seinen damaligen Nachfolger tatkräftig unterstützt.

Die gesamte Wassergewinnungs- und aufbereitungsanlage im Wasserwerk Götensberg, so wie sie sich in ihrer Kapazität heute darstellt, ist im Kopf von Herrn Groth entstanden und unter seiner Aufsicht gebaut worden. Sie liefert fast ausschließlich das Wasser, das Sie alle hier tagtäglich verbrauchen.

Aber was ist ein Wasserwerk ohne ein entsprechendes Verteilungsnetz. Schritt um Schritt wurde die Erweiterung des Netzes von Herrn Groth geplant und unter seiner Aufsicht umgesetzt. Denn dank seiner Tätigkeit wurde die Wasserversorgungsgemeinschaft zunehmend attraktiver für alle alteingesessenen Escheburger und für die bauenden Neubürger, die noch eigene Brunnen für ihre Wasserversorgung nutzten bzw. planten.

Auch bei der Netzerweiterung schaute Herr Groth weit in die Zukunft. Denn er entschied sich für Leitungsquerschnitte, die für die Versorgung der Anlieger zunächst überdimensioniert erschienen. Aber er ging davon aus, dass diese Leitungen später als Transportleitungen zur Versorgung zukünftiger Baugebiete dienen müssen.

Und tatsächlich konnte die Versorgung der Baugebiete Rehmenkoppel bis Hohenstein sichergestellt werden, ohne dass die bestehenden Leitungen gegen Leitungen mit größeren Querschnitten ausgetauscht werden mussten.

Nur die Finanzierung geplanter Netzerweiterungen gestaltete sich schwierig. Da der Beitritt zur Wasserversorgungsgemeinschaft und der Anschluss an ihr Netz ja völlig freiwillig sind, waren bei Weitem nicht alle anliegenden Grundstückseigentümer einer geplanten Strecke gewillt, anzuschließen und den Anschlussbeitrag zu zahlen. Andererseits fehlten ausreichende Rücklagen, um vorzufinanzieren, und die seinerzeitige Rechtsform ließ auch keine Kreditaufnahme zu.

Ich erinnere mich an die Netzerweiterung in der Alten Landstraße von der Dalbek im Westen bis zum Stubbenberg im Osten. Die Zahl der anschlussbereiten Anlieger war nicht ausreichend, um mit ihren Anschlussbeiträgen den Bau dieser langen Strecke zu finanzieren. Aber Herr Groth konnte die Mehrzahl der verbliebenen Eigenversorger durch die von ihm erreichte Zuverlässigkeit und Qualität der Wasserversorgung und den geringen Wasserpreis davon überzeugen, eine Option auf das Anschlussrecht gegen Zahlung der halben Anschlussgebühr zu erwerben. Und damit war die Finanzierung gesichert. Es gibt noch heute dort einige wenige Eigenversorger, die diese Option bisher nicht in Anspruch genommen haben. Herr Groth, diese Finanzierung ist ein Kunststück gewesen, das Ihnen so schnell keiner nachmacht.

Zu 3. Haushaltsführung

Mit den letzten Ausführungen bin ich bereits auf den dritten Arbeitsschwerpunkt von Herrn Groth eingeschwenkt, auf die Haushaltsführung. Diesen Bereich möchte ich aber jetzt nicht weiter vertiefen. Es würde den zeitlichen Rahmen hier sprengen. Er ist vielleicht auch nicht so für die Weiterentwicklung der Wasserversorgung Escheburg von Bedeutung wie die anderen beiden Schwerpunkte, wenn auch natürlich eine gesunde Haushaltslage und eine solide Investitionsplanung eine Grundvoraussetzung für einen weiteren Ausbau sind. Ich möchte daher die Tätigkeit von Herrn Groth in diesem Bereich so zusammenfassen: Er ist äußert sorgsam und sparsam mit den finanziellen Mitteln umgegangen. Durch sehr viel Eigenarbeit hat er Kosten eingespart, die sonst für Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Dritte angefallen wären. Die Folge war bis zum Ende seiner Amtszeit ein legendär niedriger Wasserpreis, deutlich unter 1,-- DM je Kubikmeter, wohlgemerkt DM und nicht EURO! Und wie er eigentlich nicht finanzierbare Ausbauvorhaben zur Realisierung brachte, hatte ich Ihnen eben aufgezeigt.

Meine Damen und Herren, die Darstellung der Tätigkeiten und Verantwortung von Herrn Groth als Vertrauensmann mag vielleicht etwas lang geraten sein. Aber ich denke, diese Ausführlichkeit war erforderlich. Denn nur so können Sie erfassen und würdigen, welch großer Einsatz und Aufwand, aber auch welch große mentale Leistung und Verantwortung mit dieser ehrenamtlichen Arbeit für die Wasserversorgung in Escheburg und ihre langfristige Entwicklung verbunden waren. Bedenken Sie bitte dabei auch, dass diese Tätigkeit neben einem Hauptberuf geleistet wurde und Herrn Groth dafür nicht die Hilfsmittel zur Verfügung standen, die für uns heute so selbstverständlich sind: rechnergestützte Betriebsführung und –überwachung, Computer und Kopierer für Planung und Haushaltsführung. Es war gewissermaßen alles noch „Handarbeit"! Und schließlich bedenken Sie, Herr Groth hat von Hause aus keine Ausbildung in einem technischen Beruf. Er ist Lehrer. Der Grundstock für seine fachliche Kompetenz, die er sich im Laufe seines Lebens und während seiner Tätigkeit für die Wasserversorgung in Escheburg erarbeitet hat, legte er als junger Mann als Maschinist bei der Marine während des Krieges.

Meine Damen und Herren, Herr Groth hat das Amt des Vertrauensmanns fast ununterbrochen von Juni 1966 bis November 1989 wahrgenommen, nur für eine kurze Zeit von 1978 bis Februar 1985 hatte er es einem Nachfolger übergeben. Aber auch in dieser Zeit hat er sehr aktiv seinen Nachfolger beraten. Als jedoch dieser relativ kurzfristig aus beruflichen und privaten Gründen aus Escheburg verzog, war Herr Groth sofort bereit, das Amt wieder zu übernehmen. Und nachdem die Wasserversorgungsgemeinschaft im November 1989 in einen wirtschaftlichen Verein überführt worden war, hat Herr Groth noch bis Ende 1990 als 1. Vorsitzender die WVGE geleitet, wobei er praktisch die gleiche Arbeit wie vorher leistete.

Mit dieser ehrenamtlichen Tätigkeit hat Herr Groth in den 60er, 70er und 80er Jahren eine leistungsfähige Wasserversorgung in Escheburg aufgebaut, die eine große Versorgungssicherung auch für die Zukunft versprach. Sie war von außerordentlicher Zuverlässigkeit und lieferte das Trinkwasser zu äußerst günstigen Preisen. Durch diese drei Merkmale war sie so attraktiv, dass immer mehr Escheburger Grundeigentümer und Bauherren sich ihr anschlossen, wohl gemerkt freiwillig, es gab und gibt bis heute keinen Anschlusszwang für die anliegenden Grundstücke! Herr Groth hat gezeigt, dass auch eine Selbstversorgergemeinschaft eine Aufgabe übernehmen und tragen kann, die eigentlich eine Aufgabe der Kommune ist. Der von Herrn Groth vorgelebte Bürgersinn machte es möglich. Er ist beispielhaft und nachahmenswert!

Ende der 80er Jahre war die Wasserversorgungsgemeinschaft Escheburg so stark, dass sie praktisch, von einigen wenigen Eigenversorgern abgesehen, das gesamte Dorfgebiet in seiner damaligen Ausbaustufe versorgte, mit Ausnahme der Ortsanteile Bergsiedlung/Niederlande und Vossmoor, die eigene Netze hatten. Sie war aus dem Leben des Gemeinwesens nicht mehr wegzudenken. Und auch die Kommune wollte sie nicht mehr missen, da sie ihr doch eine wichtige Aufgabe abgenommen hatte.

So wurde 1989 unter der Führung von Herrn Groth die Wasserversorgungsgemeinschaft in die heutige Rechtsform eines wirtschaftlichen Vereins überführt. Zum einen sollte dadurch die Rechtsfähigkeit verbessert werden, zum anderen sollte sie aber durch die Übernahme einer Versorgungsverpflichtung als Selbstversorgergemeinschaft kommunalen Rang und einer Bestandsgarantie der Gemeinde erhalten ohne aber eine kommunale Einrichtung zu werden. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde wurde eine neue Satzung erarbeitet und dann von der Mitgliederversammlung fast einstimmig beschlossen. In der Präambel der Satzung der Escheburger Wasserversorgung w. V. vom 20. November 1989 heißt es:

„Sie verpflichtet sich, die im Gemeindegebiet mit Ausnahme des Ortsteils Vossmoor lebenden Anwohner mit Trinkwasser zu versorgen und deren Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte…. Anzuschließen. Das Tätigkeitsgebiet…. Erstreckt sich auf den jeweiligen Flächennutzungsplan der Gemeinde."

Die Präambel war auch ein Angebot an die Wassergemeinschaft im Versorgungsgebiet Bergsiedlung/Niederlande, der neuen WVGE beizutreten. Es wurde schon nach wenigen Jahren angenommen.

Meine Damen und Herren, mit dieser Satzung wurde die Wasserversorgungsgemeinschaft Escheburg w. V. die zentrale Wasserversorgung in Escheburg. Sie ist nach wie vor eine Selbstversorgergemeinschaft und stellt in der deutschen Versorgungslandschaft eine Einmaligkeit dar. Sie ist leistungsfähig und sie ist das Werk von Herrn Groth. Sie ist die Krönung seiner Tätigkeit für die Wasserversorgung in Escheburg.

Herr Groth, bevor nun gleich die Gemeinde Escheburg durch Herrn Bürgermeister Bork und Herrn Struck Sie die Dankbarkeit ehrt, möchte ich doch noch an Ihre Frau erinnern, die leider diesen Festakt nicht mehr miterleben kann.

Meine Damen und Herren, Frau Groth hat ihren Mann bei seiner Tätigkeit für die Wasserversorgung Escheburg nachhaltig unterstützt und sein großes Engagement uneingeschränkt mitgetragen. Sie hat ihm Arbeit abgenommen und ihm so den notwendigen Freiraum geschaffen, den er für die Entwicklung und Realisierung seiner Zukunftsvisionen für die Escheburger Wasserversorgung brauchte. Ich denke, mit der heutigen Ehrung für Herrn Groth dankt die Gemeinde auch Frau Groth.

Herr Groth, die Gemeinde Escheburg dankt Ihnen für Ihre außerordentliche ehrenamtliche Tätigkeit, mit der Sie unter großem persönlichen Einsatz über einen Zeitraum von fast 25 Jahren die zentrale Wasserversorgung in Escheburg aufgebaut haben. Sie haben sich um die Gemeinde verdient gemacht. Die Gemeinde ehr Sie mit der erstmaligen Verleihung des neu geschaffenen Ehrentitels „Eschebürger".

Ich beglückwünsche Sie dazu.

Vielen Dank.

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