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  • Gemeinde Hohenhorn Gemeinde Hohenhorn © Markus Faust
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Wissenswertes

Hohenhorn mit seinen 560 Einwohnern präsentiert sich Ihnen als attraktive dörfliche Wohngemeinde mit nach wie vor landwirtschaftlicher Prägung.

Altes bewahren und Neues behutsam schaffen sorgt für ein lebendiges Miteinander!

Der alte Dorfkern rund um den noch gut erkennbaren Anger hat seinen ursprünglichen Charme bewahrt.

Im Ortsteil Drumshorn konzentrierte sich die bauliche Entwicklung der letzten Jahre.

Daten-Zahlen-Fakten

Postleitzahl: 21526

Vorwahl: 04152

Einwohner: 560 (31. Dez. 2018)

Höhe: bis 80 m ü. NHN

Koordinaten: 53° 29′ N, 10° 22′ O

Fläche: 6,93 km²

Gemeindehaus

Unser Gemeindehaus wurde 2009 eröffnet, es befindet sich Am Ebersoll 2.

Hier ist auch unsere Feuerwehr untergebracht. Hier finden die Bürgermeistersprechstunden statt und die Gemeindevertretung tagt. Andere Nutzungen regelt eine Satzung.

Früher gab es zwei Gastwirtschaften im Ort, dort wurde getagt - und gefeiert.

In den 60-er Jahren wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus mit Gemeinschaftsraum in der Twiete 5 gebaut. In diesem Gemeinschaftsraum tagte auch die Gemeindevertretung, hier wurde gewählt. 

Nachdem die Gastwirtschaften geschlossen hatten, fehlte uns ein Versammlungsort für Dorfveranstaltungen, der genügend Platz bot. Auch war das Feuerwehrgerätehaus zu klein für moderne Feuerwehrautos geworden.

Mit großem ehrenamtlichen dörflichen Engagement wurde dann der Neubau gestemmt, seit 2009 werden das Gemeindehaus und die umliegenden Außenflächen rege genutzt.

Bis 2009  war dieses Schild (rechts) am Wohnhaus des jeweiligen Hohenhorner Bürgermeisters angebracht. Dass sich der Fehlerteufel eingeschlichen hatte, wurde überlesen.

Nun hängt das Schild am Gemeindehaus. Es darf auch weiterhin hängen bleiben: Als sparsame Gemeinde können wir gut damit leben, einen Buchstaben mehr fürs Geld erhalten zu haben.

Einweihung des Gemeindehauses » (PDF, 497 kB)

Schönes Dorf

Hohenhorn gehört zu den „schönsten Dörfern", wie wir Hohenhorner finden - und diese Bezeichnung ist sogar „amtlich".

Hohenhorn beteiligte sich in den 1960er und 1970er Jahren mehrfach am Wettbewerb um das schönste Dorf – mit wachsendem Erfolg. 1971 gab es eine erste Anerkennung. 1973 belegte das Dorf den dritten, 1975 den zweiten Platz im Landeswettbewerb, außerdem wurde Hohenhorn 1975 das schönste Dorf des Kreises und erhielt im Bundeswettbewerb die Silbermedaille. 1979 gewann die Gemeinde sogar den Landeswettbewerb in Schleswig-Holstein. An diese Auszeichnung erinnert die Landesregierung mit einer Plastik des bekannten Bildhauers Karlheinz Goetdke auf dem Brink: Dem schönen Dorf HOHENHORN verkündet ein Hahn die frohe Botschaft.

Natürlich ruhen wir uns auf den Lorbeeren nicht aus, sondern sorgen gemeinschaftlich dafür, die Schönheit weiterhin zu erhalten und doch auch Neu es zu integrieren.

Kleine Wappenkunde

Auf einem erhöhten grünen Berg befindet sich ein schwarzer, von schwarzen Feldsteinmauern flankierter Gedenkstein. Darüber finden sich zwei aufrechte, auswärts geneigte grüneLindenblätter.

Die Gemeinde Hohenhorn besteht aus dem ursprünglichen Kirchdorf Hohenhorn und dem vormaligen Wohnplatz und heutigen Ortsteil Drumshorn. Auf diese Ortsteile einerseits sowie auf die vielen Lindenbäume im Ortszentrum andererseits beziehen sich die beiden Lindenblätter des Wappens.

Eine für Wappen ungewöhnlich naturalistische Gestaltung weisen die übrigen Wappenfiguren auf:

Die Inschriften auf der dargestellten Feldsteinmauer deuten auf lokalhistorisch wichtige Ereignisse hin. DerFindling in der Mitte erinnert an die 1785 abgeschlossene „Verkoppelung" der Gemeindeflur. Sie geschah im Rahmen der 1764 im damals zum Königreich Hannover gehörenden Herzogtum Lauenburg begonnenen Agrarreformen. Durch sie wurden der Flurzwang beseitigt und die Allmende aufgeteilt.

Der Pflug symbolisiert die bis heute fortbestehende bäuerliche Prägung Hohenhorns.

Dorfansichten

Text + Bilder ...

Gestern und heute

Die Ortschaft Hohenhorn wird im Ratzeburger Zehntregister von 1230 erstmalig erwähnt: „ad cornu" (zum Horn). Der Name weist auf die hohe Lage hin.

Das Dorf ist um einen großen Anger entstanden, dessen Ausmaße am Brink noch gut zu erkennen sind. Ein Spaziergang durch das Dorf zeigt einige „Gedenksteine", die zur Erinnerung an dörfliche historische Ereignisse aufgestellt wurden.

Die 1827 erbaute Kirche St. Nikolai ist mit ihrem neoklassizistischen Kirchenschiff ein weithin sichtbares Wahrzeichen Hohenhorns und mit der Feldsteinmauer um den Friedhof und dem alten schönen Lindenbaumkranz ein anerkanntes Kulturdenkmal. Der Kirchturm wurde 1867 errichtet.

Das älteste bewohnte Wohnhaus im Ort ist das Pfarrwitwenhaus von 1717.

Im  Jahre 1785 wurde die erste Flurbereinigung - man nannte es damals Verkoppelung -  durchgeführt. Im Rahmen dieser Verkoppelung wurde der Ortsteil Drumshorn erstmals besiedelt.

Durch ein Neubaugebiet und das neue Gemeindehaus im Ortsteil Drumshorn hat Hohenhorn weiter an Attraktivität gewonnen. Im Dorfkern erfolgen Bauverdichtungen dagegen behutsam.

Der im Westen direkt angrenzende Sachsenwald ist ein beliebtes Reit- und Radwanderziel und lädt, wie die abwechslungsreiche Hohenhorner Feldmark auch, zu Spaziergängen ein.

Etliche Handwerksbetriebe, ein privat betriebener Schießstand, ein Reitstall und ein Hofladen sind in Hohenhorn angesiedelt. Ein Erdbeerhof lockt im Sommer viele Selbstpflücker, es gibt insgesamt noch 6 Vollerwerbslandwirte.

Es gibt kaum einen Lebensbereich, der in der Neuzeit einem grundlegenderen Wandel unterzogen worden ist als die Landwirtschaft. Eine Viehzählung von 1935 ergab für die Gemeinde Hohenhorn  48 Pferde, 331 Rinder, 307 Schweine, 4 Schafe, 91 Ziegen, 214 Kaninchen und 2.444 Stück Federvieh.

Soviel Vieh findet man in Hohenhorn nicht mehr! Aber es gibt viele Hunde: die wurden 1935 leider noch nicht gezählt.

Durch die 1 ½ jährigen Bohrversuche einer Erdölgesellschaft Anfang der 50iger Jahre erhielt die Gemeinde 40.000 DM Gewerbesteuer. Dadurch wurde das bis dahin arme Hohenhorn über Nacht in die Lage versetzt, endlich eine moderne Straßenbeleuchtung zu bauen.

Hohenhorn war Schulstandort von 1600  bis 1975.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte im Jahr 1920.

Seit 1910 hat Hohenhorn eine eigene Trinkwasserversorgung, sie wird heute von der Wasserinteressentenschaft w.V. geführt.

Anfang der 80iger Jahre baute die Gemeinde zwei Teichkläranlagen für die Abwässer.

2009 erfolgte die Einweihung des neuen Gemeindehauses.

Ämtergeschichte

Im 16. Jahrhundert hatten die lauenburgischen Herzöge die Herrschaft über die ihnen gehörenden Dörfer von den Burgen Ratzeburg und Lauenburg ausgeübt. Die Burgdienste der Hohenhorner Bauern fanden zum Beispiel in Lauenburg statt. Der Herzog ernannte als seinen unmittelbaren Vertreter einen Amtmann mit Sitz in Schwarzenbek.

Das Amt umfasste u.a. folgende Dörfer: Börnsen, Kröppelshagen, Schwarzenbek, Brunstorf, Dassendorf, Hohenhorn, Escheburg, Wentorf, Wohltorf. Außerdem gab es herrschaftliche Vorwerke u.a. in Aumühle, Fahrendorf, Schwarzenbek.

Die Zuständigkeit des Amtes war umfassend. Das Amt erhob die Abgaben, es übte die Polizeigewalt aus, besonders die der Forstpolizei im Sachsenwald. Das Amt stellte das unterste Gericht dar, dessen Zuständigkeit kein Amtsuntertan umgehen konnte; alle Klagen wurden vor dem Amte angebracht und dort auch Kontrakte, Verkäufe und Ehestiftungen geschlossen. An diesem Aufbau hat sich durch das Aussterben des lauenburgischen Herzogshauses im Jahre 1689 und den Übergang des Landes an Celle und 1705 an Hannover nichts Grundsätzliches geändert. Nach der Unterbrechung durch die Franzosenzeit (1803-1813) kamen bis 1865 die Dänen. Auch diese „dänische Episode" brachte keine grundlegenden Änderungen. Im Aufbau der Verwaltung bildet erst das Jahr 1865 mit Lauenburgs Übergang an Preußen einen tiefen Einschnitt. Die Justiz wurde 1870 von der Verwaltung getrennt und die kommunale Selbstverwaltung im Jahre 1872 mit einer „Landvogtei" eingeführt, bevor 1889 auch diese letzte herrschaftliche Instanz auf kommunaler Ebene aufgehoben wurde. Seit 1889 gibt es kommunale Ämter im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Dies war die Geburtsstunde des „Amtes Hohenhorn", zu dem Hohenhorn, Börnsen, Escheburg und Kröppelshagen-Fahrendorf gehörten. Die Ämter, die bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestanden, führten die Bezeichnung „Ortspolizeibehörde" und übten Aufsichtsfunktionen in verschiedenen Bereichen aus: Baupolizei, Ausländerpolizei, Wegesachen usw. Die Gemeindevertretungen wählten Mitglieder in den Amtsausschuss, den Amtsvorsteher ernannte jedoch der Regierungspräsident der Provinz Schleswig-Holstein nach Vorschlag des Kreistages. Leider sind die Akten des alten Amtes Hohenhorn komplett verloren gegangen – ein großer Verlust für die Ortsgeschichtsschreibung.

Die englische Militärregierung führte im Juni 1945 anstelle der Ämter „Bezirksbürgermeistereien" ein. Bis 1948 gehörten Börnsen, Escheburg, Hamwarde, Worth und Hohenhorn zu der „Bezirksbürgermeisterei Geesthacht". Die Hauptaufgabe der Bezirksbürgermeister war es, sich wöchentlich in Ratzeburg mit der Militärregierung zu treffen und deren Anordnungen entgegenzunehmen.

Als 1948 der schleswig-holsteinische Landtag die kommunalrechtliche Gesetzgebung schuf, entstand das „Amt Geesthacht-Land", heute „Amt Hohe Elbgeest", mit erst acht, seit 2008 zehn amtsangehörenden Gemeinden. Die Amtsverwaltung ist die „Schreib- und Verwaltungsstube" der Gemeinden. Die politische Verantwortung liegt jedoch bei den Gemeinden, die sich mit eigenem/r Bürgermeister/-in und einer Gemeindevertretung selbst verwalten.

Hohenhorn und die Deutsche Mark

Die Lage ist hoch – wie der Name Hohenhorn besagt. Der nahe gelegene Steinberg ist 80 m hoch und von dort aus hat man einen schönen Blick auf die Geesthöhen und die umliegenden Dörfer. Diese exponierte Stelle führte im 19. Jahrhundert dazu, dass Hohenhorn von dem Göttinger Mathematiker Carl Friedrich Gauß zum östlichen Fixpunkt in seinem Vermessungsnetz bestimmt wurde.

Ab 1816 war Gauß mit Gradmessungen und der Vermessung des Königreiches Hannover beauftragt. Er entwickelte dabei die Methoden der Geodäsie, erfand zur Verbesserung der Messungen das Heliotrop und veröffentlichte Arbeiten über Kartenprojektion. Bei seinen Feldarbeiten legte er als Fixpunkte im von ihm entwickelten Koordinatensystem für das östliche Hannover Hohenhorn, Hamburg und Wilsede fest. An dem Hohenhorner Kirchturm kann man noch heute den gusseisernen Messpunkt sehen.

Carl Friedrich Gauß ziert den ehemaligen 10 DM Schein auf der Vorderseite, auf der hier abgebildeten Rückseite befindet sich sein Koordinatensystem mit dem Ortsnamen „Hohenhorn".

Wir Hohenhorner waren besonders erfreut, dass Hohenhorn genau so groß dargestellt war wie das benachbarte Hamburg. Leider hat die Einführung des Euro uns aus den deutschen Brieftaschen 2002 auch wieder verschwinden lassen.