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Gemeindezentrum
Hohenhorn 
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Bild-Witwenhaus
Kirche vom Brink-005

Inhalt

Auf Gute Nachbarschaft!

„Leben und leben lassen“ – wer kennt dieses Motto nicht? Wer Rücksicht erwartet, muss rücksichtsvoll sein. Daher einige Hinweise an dieser Stelle, worauf Sie für ein gedeihliches Miteinander achten sollten.


Mensch und Hund
Hunde sind ihren Haltern treue Begleiter und „Familienmitglieder“. Aber nicht jeder mag es, mit anderer Leute Hunden und ihren Hinterlassenschaften in zu engen Kontakt zu kommen.
Hundehalter sind eigentlich aktiv, da sie bei Wind und Wetter mit ihrem Haustier rausgehen. Bei einigen erlahmt die Aktivität aber leider dann, wenn es darum geht, den Hundekot zu entfernen.
Das sollte nicht sein, denn so werden auch die verantwortungsvollen Hundehalter in Verruf gebracht.
Hundekot auf unseren Straßen und Wegen innerhalb des Dorfes und auch auf den Wegen rund um das Dorf ist ekelig anzusehen, und niemand tritt gern rein. Im Dorf gibt es zwei Automaten für Hundekotbeutel, bitte nutzen Sie sie! Und bitte entsorgen Sie die vollen, verschlossenen Beutel in einen Mülleimer (und nicht in die Landschaft).
Hundekot nicht zu entsorgen stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Dies ist geregelt im Hundegesetz des Landes Schleswig-Holstein und auch in § 92 StVO.
Haben Sie Ihren Hund gut erzogen, hört er auf Ihr Wort. Kinder, Erwachsene oder andere Hunde müssen jederzeit sicher sein, nicht ungebeten beschnüffelt, angesprungen oder angebellt zu werden. Nur dann ist nichts gegen einen leinenlosen Spaziergang einzuwenden. Dass Sie meinen, Ihr Hund „tue doch nichts“, ändert nichts daran, dass Ihre Mitmenschen dies gar nicht erst ausprobieren möchten.
In der Feldmark müssen Sie Ihren Hund auf Wegen und deren Seitenstreifen halten. Dies gilt insbesondere auch für Reiter, deren Hunde unangeleint nebenher laufen.
Ihr Hund weiß im Gegensatz zu Ihnen nicht, dass er keine Rebhühner und Fasane jagen darf und während der Setzzeit gefährdet er auch andere Jungtiere. Auch an der langen Leine kriegt Ihr Hund genug Auslauf!
Im Wald ist Leine Pflicht.
Felder, Feldränder und Privatwege sind kein Allgemeingut, die Eigentümer haben das letzte Wort. Manchmal fällt es Neubürgern, die zuvor nie auf dem Land gewohnt haben, schwer zu erkennen, ob sie sich noch auf einem öffentlichen Weg befinden. Am besten vergewissern Sie sich, dass Sie sich nicht störend verhalten.
Unbegleitete Hunde haben auf den Straßen und Wegen nichts zu suchen. Ihr Hund und auch der Hund Ihrer Gäste oder Ihrer Kunden muss gesichert auf Ihrem Grundstück bleiben und darf nicht allein spazieren gehen. Dafür sind Sie verantwortlich.
Auf dem Spielplatz und der Feuerwehrübungswiese besteht ein generelles Hundeverbot – ohne Ausnahme!


Mensch und Pferd
Bitte reiten Sie mit Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer und nur auf den dafür vorgesehenen Wegen und Straßen.
Nach § 4 unserer Straßenreinigungssatzung, nach § 46 des Straßen- und Wegegesetzes des Landes Schleswig-Holstein und nach § 32 StVO gilt: Verschmutzungen durch Pferdekot sind durch Reiter zu entfernen. Insbesondere bei Nässe kann sich ein rutschiger Schmierfilm bilden (Schön sehen die Haufen auch nicht aus und über den Autoreifen in die Garage gefahren, kleben Pferdeäpfel wie Zement).
Reiter können zwar die Ausscheidung des Pferdes nicht verhindern, aber der Beseitigungspflicht tut dies keinen Abbruch. Das Gesetz verlangt nicht eine sofortige, sondern eine „unverzügliche“ Beseitigung, so dass Reiter zum Stall zurück reiten können, um dann mit geeignetem Werkzeug dem Haufen zu Leibe zu rücken.
Wer das nicht tut, begeht eine Ordnungswidrigkeit.


Schnee, Laub und „Schiet“
Die vielfach ungenügende Sauberkeit öffentlicher Verkehrsflächen führt auch in unserem Dorf immer wieder zu Beschwerden. Wer aber muss reinigen?
Bitte schauen Sie als Bürger unseres Dorfes einmal in unsere Straßenreinigungssatzung.
Als Anlieger sind Sie in der Frontlänge Ihres Grundstückes reinigungsverpflichtet. Gereinigt werden müssen alle innerhalb der geschlossenen Ortslage befindlichen öffentlichen Straßen und Wege einschließlich der Fahrbahnen, Gehwege, Radwege und gemeinsamen Fuß- und Radwege sowie der unbefestigten Straßenränder, wenn diese als Gehweg dienen.
Bitte kommen Sie Ihrer – mindestens monatlichen - Reinigungspflicht nach. Es ist egal, von wem die Verschmutzung stammt. In der Satzung steht, was Sie reinigen müssen und wie weit Ihre Reinigungspflicht reicht. Sie müssen auch Bewuchs auf den Gehwegen beseitigen.
Ebenso gibt es genaue Regeln zur Beseitigung von Schnee und Eis. Die sind auch sehr wichtig für die Verkehrssicherheit. Bitte beachten Sie: Die Gemeinde übernimmt nur eingeschränkt den Winterdienst auf den Straßen! Dazu stehen auch überall Hinweisschilder.


Wucherndes Grün
Das Freischneiden von Wegen und Straßen gehört zwar nicht zur Straßenreinigung, betrifft aber ebenfalls eine Pflicht des Eigentümers. Bäume, Hecken und andere Anpflanzungen müssen soweit zurückgeschnitten werden, dass sie nicht mehr in den öffentlichen Verkehrsbereich ragen. Auch Sichtdreiecke sind regelmäßig daraufhin zu überprüfen, ob Verkehrsteilnehmer an Kreuzungsbereichen und Einmündungen von Straßen ein ausreichend freies Sichtfeld haben. Hier können schon ziemlich niedrige Hecken dem Autofahrer die Einsicht nehmen.
Dies ist geregelt in § 33 Abs. 3 des Schleswig-Holsteinischen Straßen- und Wegegesetzes.
Besonderheiten gelten bei „Knicks“, die besonders geschützt sind. Hier gibt es genaue Regeln, wie Knicks behandelt werden müssen.
Schonende Form- und Pflegeschnitte „zur Beseitigung des Zuwachses der Pflanzen oder zur Gesunderhaltung von Bäumen“ sind auch während der Schonzeit erlaubt. Dabei muss aber Rücksicht auf brütende Vögel in Hecken und Bäumen genommen werden.

Tempo 30 und schmale Straßen
Warum gilt in Hohenhorn mit Ausnahme der Bundesstraße Tempo 30? Wir haben schmale Straßen ohne Radwege und kaum Gehwege. Fußgänger gehen häufig auf der Straße, Kinder laufen zum Spielplatz. Sie möchten Lebensqualität? Dann halten Sie sich selbst bitte auch an Tempo 30.
Wenn Sie zu schnell fahren, kommen Sie nicht schneller an Ihr Ziel, sondern müssen nur schneller an der nächsten Ecke oder bei Radfahrern, Fußgängern und Gegenverkehr abbremsen. Das macht nur Krach und kostet Sie Sprit.

Vermeidbarer Lärm stört und macht krank!
Gartengeräte im Einsatz können empfindlich stören, wenn sie zur Unzeit benutzt werden.
In der Maschinen-Lärmschutzverordnung sind viele Geräte und Maschinen aufgeführt, die in Wohngebieten im Freien an Sonn- und Feiertagen gar nicht und an Werktagen nicht zwischen 20 bis 7 Uhr betrieben werden dürfen. Dazu zählen beispielsweise Rasenmäher und Motorsägen.
Besonders lärmintensive Geräte unterliegen auch an Werktagen weiteren Beschränkungen:
Freischneider, Laubbläser und Laubsammler (egal ob mit Benzin- oder Elektromotor) beispielsweise dürfen werktags von 13 bis 15 Uhr sowie morgens nicht vor 9 Uhr und abends nicht nach 17 Uhr zum Einsatz kommen.
Ausnahmen gelten hierbei für Geräte mit dem Umweltzeichen der EU. Hier gelten die normalen Ruhezeiten zwischen 20 und 7 Uhr, an Sonn- und Feiertagen dürfen aber auch diese Geräte nicht im Freien benutzt werden.
Verständigen Sie sich mit Ihren Nachbarn, wenn Sie mal lange feiern wollen.

Unvermeidlicher und gewollter Lärm:
Die Landwirtschaft muss sich nach der Jahreszeit und Witterung richten. Beim Leben auf dem Lande sind daher weit zu hörende landwirtschaftliche Maschinen manchmal auch am Wochenende, frühmorgens und bis in die Nacht hinein im Ernteeinsatz – auf den umliegenden Feldern, nicht in Ihres Nachbars Garten.
In Hohenhorn gibt es zwei Sirenen. Einmal im Monat Samstag um 12 Uhr ist Probealarm, und manchmal ist eben auch Alarm, wenn unsere Feuerwehr ausrücken muss. Es gibt auch besondere Sirenensignale, wenn die Bevölkerung im Katastrophenfall schnell gewarnt werden muss. Ohne Grund gibt es keinen Sirenenalarm!