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Bürgermeisterbrief

Liebe Aumühlerinnen, liebe Aumühler,

der Herbst hält Einzug in Aumühle. Die Tage werden kürzer, die Blätter färben sich und unser Sachsenwald zeigt sich wieder in seinen schönsten Farben. Eine gute Zeit, um zurückzublicken, aber auch um sich an dem zu erfreuen, was unseren Ort so besonders macht.

125 Jahre Bismarck-Turm

In diesem Jahr feiern wir ein besonderes Jubiläum: Unser Bismarck-Turm steht seit 125 Jahren auf der Aumühler Höhe. Am 12. Juli 1901 wurde der 27 Meter hohe Turm eingeweiht. Ursprünglich war er nicht nur als Aussichtsturm, sondern auch als Wasserturm für die Villenkolonie Sachsenwald-Hofriede errichtet worden. Heute beherbergt unser Wahrzeichen die Gemeindebücherei und das Gemeindearchiv.
Am 13. September konnten wir dieses besondere Jubiläum mit einem Empfang vor und Führungen im Turm würdigen. Mein Dank gilt der Bismarckstiftung in Friedrichsruh und der Stiftung Aumühle und allen, die dazu beigetragen haben, dass die Geschichte unseres Wahrzeichens lebendig bleibt. 125 Jahre sind ein stolzes Alter – und zugleich ein guter Anlass, darüber nachzudenken, wie wir dieses besondere Gebäude auch für kommende Generationen erhalten können.

Ein schöner Abend im Rathausgarten

Ende August fand wieder unser traditionelles Rathausfest statt. Bei Musik, Essen und Getränken gab es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, alte Bekannte zu treffen und neue Kontakte zu knüpfen.
Für die anwesenden Eltern war die Vorführung der Zweitklässler sicherlich einer der Höhepunkt des Abends. Für die musikalische Begleitung des Abends sorgten das Sachsenwald Soundorchester und die Band „strangers in a strange land“.
Auch die Offene Kinder- und Jugendarbeit und die Pfadfinder waren Teil des unterhaltsamen Programms.
In diesem Jahr wurden fünf Personen für ihre langjährige, ehrenamtliche Arbeit in unserer Gemeinde geehrt: die Pfadfinder Malte Rosenthal und Ole Schultz sowie der TuS-Vorstand: Stefan Bormann, Norbert Pfeiffer und Daniela van der Beek.

Solche Abende zeigen immer wieder, wie wichtig Begegnungen für unsere Gemeinde sind. Mein herzlicher Dank gilt allen, die das Rathausfest vorbereitet, organisiert und unterstützt haben – und natürlich allen Gästen für ihr Erscheinen. Unser Rathaus ist schließlich ein Ort, an dem Gemeinschaft stattfinden kann und soll.

Der Baum mit der Schaukel bleibt

Manchmal sind es kleine Dinge, die für einen Ort eine ganz besondere Bedeutung haben. Dazu gehört sicher auch unser „Schaukelbaum“ im Sachsenwald.
Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich dafür eingesetzt, dass dieser Baum erhalten bleibt. Gemeinsam mit den Verantwortlichen konnten wir erreichen, dass die beliebte Schaukel weiterhin an ihrem Platz bleiben kann. Darüber freue ich mich besonders, denn hier geht es nicht nur um einen einzelnen Baum oder eine einzelne Schaukel. Es geht auch darum, wie wir mit unserem Wald und mit den Wünschen der Menschen umgehen, die ihn täglich erleben und nutzen.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Herbst, viele sonnige Spaziergänge durch unseren Sachsenwald und die eine oder andere Gelegenheit, innezuhalten und die besondere Stimmung dieser Jahreszeit zu genießen.


Herbstbild

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.
O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält;
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was von dem milden Strahl der Sonne fällt.

Friedrich Hebbel (1813–1863)


Ihr

Knut Suhk
Bürgermeister

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