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2009 - Herr Heinz Wendt

Laudatio für den „Eschebürger 2009" Heinz Wendt anlässlich der Festveranstaltung am 26. April 2009

Laudator: Hans-Dieter Struck

Begrüßung…

Die Wichtigkeit von ehrenamtlicher Tätigkeit wird von allen immer wieder hervorgehoben.

Auch in Escheburg ehren wir jedes Jahr einen Escheburger als „Eschebürger".

Dieses Jahr ernennen wir als 2. Eschebürger Herrn Heinz Wendt.

Gern übernahm ich den Auftrag des „Gremiums zur Findung des Eschebürgers" für den heutigen Tag die Laudatio zu halten.

Vorstellung der Zusammensetzung des Gremiums „Eschebürger"…

Lassen Sie mich mit dem Jahr 1947 beginnen – was passierte damals:

  • John Cobb erreichte den absoluten Geschwindigkeitsrekord für Autos mit 630 km/h

  • Charles Yeager durchstieß erstmalig mit einem Düsenflugzeug mit ca. 1700 km/h die Schallmauer

  • Erste Nachrichten über sogenannte „Fliegende Untertassen" tauchten auf

  • Henry Ford verstarb als „Automobilkönig" und hinterließ mit 625 Millionen Dollar das größte nordamerikanische Vermögen

  • Die UN teilte Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Teil gegen den Widerstand der Araber und Juden auf

  • Die erste Erdölbohrung im Meer begann im Golf von Mexiko

  • In England kam das „Cocktailkleid" auf

  • Es gab 36,43 DM/Monat als Kindergeld

Am Wichtigsten aber: am 4. Oktober 1947 wurde Heinz Wendt geboren!

  • Und heute, am 26.04.2009 wird Heinz Wendt als 2. „Eschebürger" geehrt!

Und wer ist Heinz Wendt?

Falls es noch jemanden gibt, der Heiner nicht kennt:

Es ist vielleicht leichter aufzuzählen, wo Heiner nicht mitgewirkt hat. Ich möchte aber aus dem heutigen Anlass heraus versuchen, Ihnen einen Überblick über das stille, prägende ehrenamtliche Wirken von Heiner Wendt zu geben.

Das stille Wirken -- Heiner machte und macht auch heute noch nicht viel Aufhebens über seine Aktivitäten; deshalb wird dieser Bericht sicherlich nicht vollständig sein - wie gesagt still.

Heiner – ich hoffe, ich darf dich weiter so nennen – wuchs in Escheburg auf und trat am 03.01.1965 als 17jähriger der freiwilligen Feuerwehr bei. Dabei war er nicht nur Feuerwehrmann, sondern immer wenn „Not am Mann" war, duckte Heiner sich nicht weg: er wurde 14 Jahre als Gruppenführer gewählt und amtiert seit dem 03.02.2006 ununterbrochen bis heute als Schriftführer! Wir alle wissen, wie schwer es ist, gute Protokollanten bzw. Schriftführer zu finden.

1981 war er maßgeblich mit seinen Kameraden an der ersten Durchführung des inzwischen schon traditionellen und über die Grenzen hinaus bekannten „Escheburger Feuerwehrmarsch" beteiligt.

Am 01.01.1990 wurde ihm das „Brandschutzehrenzeichen in Silber am Bande" für 25jährigen aktiven Dienst in der freiwilligen Feuerwehr verliehen.

Anlässlich seines 40jährigen Jubiläums und der Ehrung mit dem „Brandschutzehrenzeichen in Gold" wurde Heiner als aktiver, selbstloser Helfer und Gestalter in Escheburg beschrieben. Hinzufügen möchte ich noch Mitbegründer in vielen Bereichen, als einer der ersten Stunden!

Am 23.11.1970 wurde der „Escheburger Sportverein" gegründet. Und wer war dabei? Heiner!

Dieser Verein entstand aus einem „lockeren Club" von Tischtennisbegeisterten in den 60iger Jahren, die sich wöchentlich im Turnraum der alten Schule trafen. Wir hatten sogar schon eine Vereinskasse in Form einer Zigarrenschachtel, in die wir monatlich 50 Pfennig einbezahlten. Daraus entstand 1966 der Tischtennisverein und 1969 der Escheburger Tischtennisclub und schließlich der „Escheburger Sportverein".

Heiner war mehrfach Tischtennisvereinsmeister und spielte auch erfolgreich in der 1. Fußballmannschaft, deren Mannschaftsführer, Kapitän und Leiter der Fußballabteilung er war.

Dem Vorstand des Escheburger Sportvereins gehörte Heiner vom 23.01.1981 bis zum 07.08.1992 ununterbrochen an, teils als Schriftführer, als 2. Vorsitzender und als kommissarischer 1. Vorsitzender. Hierfür wurde Heiner 1997 mit der „Silbernen ESV-Ehrennadel" für langjährige Vorstandsarbeit ausgezeichnet!

In dieser Zeit – Ende der 60iger/Anfang der 70iger Jahre – existierten in Escheburg zwei Gesangsvereine. Auch hier ließ Heiner es sich nicht nehmen und half zumindest in einem Verein mit seiner Stimme aus. In beiden ging nicht – der eine Verein war ein Arbeiter- und der andere ein Bauerngesangsverein aus Escheburg. In welchem Heiner gesungen hat, verrate ich nicht – das können Sie nachher bei einem Gläschen klären.

Wenn es um die Ausrichtung von geselligen Veranstaltungen jeglicher Art, Feiern, Volkswandern und Vogelschießen ging, konnte man sich immer auf Heiner verlassen. Er war immer mit Rat und Tat dabei, ohne davon viel Aufhebens zu machen und übernahm auch Aufgaben, bei denen manch anderer plötzlich mit seinen Schnürsenkeln zu tun hatte. Wenn ihm etwas nicht gefiel, hielt er mit seiner Meinung nicht zurück, sondern machte in seiner ruhigen Art seinen Standpunkt verständlich klar.

Das führt mich zu Heiners politischer Tätigkeit:

Vom Mai 1979 bis April 1994 brachte Heiner  sich mit viel Zeit und Energie in die Gemeindepolitik als Gemeindevertreter, als Vorsitzender des Bauausschusses, als Mitglied des Planungs- und Amtsausschusses sowie des Jugend- und Kulturausschusses ein. Mit seiner Frau Gisela gestaltete er seit Beginn die Seniorenbetreuung mit. Ich erwähne an dieser Stelle Heiners Frau Gisela ganz bewusst, denn so wie damals ist es heute immer noch – alles das ging und geht natürlich nicht ohne Unterstützung und familiären Rückhalt!! Dafür, Gisela, für dein Verständnis und auch für deine tatkräftige Hilfe bei vielen Gelegenheiten, möchte ich dir im Namen aller danken!

Lieber Heiner, ich habe versucht, einen Überblick über dein ehrenamtliches Wirken in und für Escheburg zu geben, und ich bin überzeugt, dass wir, die Mitglieder des „Gremiums zur Findung des Eschebürgers", den Richtigen gefunden haben.

Persönlich möchte ich an dieser Stelle als Sprecher des Gremiums den Mitgliedern danken für die angenehmen Atmosphäre bei den Sitzungen.

Gestatten Sie mir zum Schluss noch einen Gedanken..

Seit nunmehr 44 Jahren ist Heiner aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr von Escheburg. Bei dieser Ehrung denke ich auch mit Anerkennung an deine anderen Kameraden der Feuerwehr! Denn nur durch die funktionierende Kameradschaft und das Bewusstsein, sich auf den anderen verlassen zu können, ist es euch möglich, die für uns alle nicht verzichtbare Sicherheit zu gewährleisten.

In der Schleswig-Holstein Zeitung vom 08.04.2009 las ich in der am 07.04.2009 veröffentlichten Studie „European Trusted Brands 2009" das folgende Zitat: „Feuerwehrleute genießen in Deutschland das größte Vertrauen. Im siebten Jahr in Folge sind sie an der Spitze mit 93 %."

Andere Berufe wurden auch genannt, aber lassen wir das…

Heiner, herzlichen Glückwunsch und vielen Dank für dein Wirken.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

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