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Bürgermeisterbrief 2015

Frühjahr 2015

Liebe Kröppelshagener, liebe Fahrendorfer!  

„To Pingsten ach wie scheun“ oder „Bolle reist zu Pfingsten, nach Pankow war sein Ziel“ zeugen eigentlich schon davon, dass Pfingsten seit vielen Jahren für Ausflüge bei schönem Wetter genutzt wird. Früher zu Fuß, mit der Bahn oder mit Pferd und Wagen. Heute natürlich auch zu Fuß, mit dem Fahrrad, der Bahn oder dem Auto. Nur wenige haben heute eine Kutsche mit ein bis zwei Pferden für den Pfingstausflug. Früher wurde dann in einem Lokal „eingekehrt“, die Älteren unter uns werden den Ausdruck noch kennen. 

Mai kühl und nass füllt dem Bauern Scheun und Fass.  Was noch bis Mitte des letzten Jahrhunderts ein großes Thema zu dieser Jahreszeit war, ist heute für ca. 1/3 der Menschheit auf der Welt ziemlich unbedeutend - die Ernteschätzung. Die Bewohner der Industrienationen leiden nicht an Hunger, sondern eher an den Wohlstandskrankheiten. Wenn es in einem Anbaugebiet Missernten gibt, werden diese durch andere Gebiete ausgeglichen. Auch wenn die Grundnahrungsmittel evtl. etwas teurer werden, spielt dies für uns nur eine untergeordnete Rolle, denn wir können es uns leisten. In den sogenannten Drittländern sieht es aber anders aus. Hier führen steigende Lebensmittelpreise besonders beim Getreide schon zu Hungersnöten, da die Menschen dort es sich oftmals nicht leisten können mehr als nur 1 € täglich für Nahrungsmittel auszugeben. Hinzu kommen Kriege um Glauben und Macht. Für diese Leute ist Europa das „gelobte Land“ und Deutschland ist eines der begehrtesten Ziele der Flüchtlinge.   

Der Bau des Flüchtlingsheims auf dem Dazza-Gelände befindet sich nach wie vor in der Planung. Der Amtsausschuss hat dazu einen Sonderausschuss gegründet mit einem Mitglied aus Kröppelshagen-Fahrendorf, der den Bau und zurzeit die Planung begleiten soll. Unser Gemeinderat konnte dafür Herrn Michael von Brauchitsch gewinnen. Zwischenzeitlich hat das Amt Hohe Elbgeest ein Haus im Schlehenweg für 5 Jahre gemietet, in dem nun 14 Flüchtlinge untergebracht sind. Unsere Koordinationsgruppe, die sich bei den letzten „Runden Tischen“ gebildet hatte, war hierauf nicht vorbereitet gewesen und somit überrascht. Doch schnell wurde ein Willkommens-Kaffeetrinken in der Kapelle organisiert.  

Der Bau des Betriebsgebäudes für den Abwasserverband im Hohenhorner Weg geht nun voran, am 15.4. war Grundsteinlegung.  

Der Entwurf der Dorfentwicklung soll bis zum 11. Mai 2015 dem Gemeinderat vorgelegt werden, so dass dann in einer der folgenden Sitzungen darüber beraten werden kann.  

Der Finanzausschuss befasst sich zurzeit mit dem nicht mehr ausgeglichenen Haushalt. Leider ist der Handlungsspielraum sehr eingeengt, so dass wir kaum Möglichkeiten sehen etwas zu verändern.  

Viele fleißige Hände unterstützten die Gemeinde beim alljährlichen Frühjahrsputz in Kröppelshagen wie auch in Fahrendorf. Der anschließende Imbiss in Fahrendorf wurde im Fahrenkrug von Maike Wolf spendiert.  

Vielen Dank,

Dietrich Hamester 
1. stellv. Bürgermeister

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