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Chronik der FF Wiershop

Die Freiwillige Feuerwehr Wiershop

Amtswehrfest in Worth


Geschichtliches:

 

 

„Auf den Dörfern" sind die Freiwilligen Feuerwehren für die Gemeinschaft sehr wichtig, sie übernehmen neben den Schutzaufgaben auch kulturelle Verpflichtungen in der Gemeinde. Sie sind aus dem Dorfleben nicht wegzudenken. Feuer stellte von Anfang an eine Gefahr für das Dorf dar. Das niederdeutsche Hallenhaus bot mit sei­nem Reetdach und offenem Herd und die enge Bebauung der Häuser um den Brink dem Feuer günstige Brandherde.

Feuerbekämpfung war Pflicht in den Dörfern. Sie wurde durch die Feuerordnung für das platte Land von 1784 erstmals formuliert. Danach waren alle Haushalte mit Feuer­stellen verpflichtet, Feuergeräte vorzuhalten, die alle Vierteljahre kontrolliert wurden. Verantwortlich war dafür ein Feuergraf, der dem Bauernvogt zur Seite gestellt wurde. In jedem Haus mussten zwei Feuerleitern und zwei Feuerhaken vorhanden sein, die aus den bei Verstößen gegen die Feuerordnung festgesetzten Strafgeldern finanziert wurden. Bei der Feuerbekämpfung versucht die Pflichtwehr nicht, das Feuer zu lö­schen, sondern die Ausbreitung zu verhindern.

Mit den großen Feuerhaken riss man die Hauswände ein, um den Funkenflug zu reduzieren. Überliefert ist eine Mann­schaftsliste für die „Brandwehr Wiershop" vom 1. Juli 1913.
Im letzten Viertel des 19.Jahrhunderts setzte sich die Einsicht durch, dass die Pflicht­wehren den Herausforderungen einer modernen Brand­bekämpfung nicht gewachsen waren. Die Feuerwehrgeräte wurden zunehmend komplexer und erforderten eine ent­sprechende Ausbildung. Erklärtes Ziel war es daher, Brandwehren zu gründen, die an dem Gerät ausgebildet waren und unverzüglich zur Brandbe­kämpfung zur Verfügung standen. Es war die Geburtsstunde der
Freiwilligen Feuerwehren, die erste davon im Lauenburgischen wurde 1866 in Ratzeburg gegrün­det.

Die Wehren von Worth, Hamwarde und Wiershop wurden am 31. Januar 1934 in Gülzow gegründet.

 

Im Protokoll/Satzung vom 31. Januar 1934 der Freiwilligen Feu­erwehr Gülzow steht unter § 13: Die Wehr besteht aus

a) dem Löschzug I Gülzow

b) dem Löschzug II Kollow

c) dem Löschzug III Krukow

d) dem Löschzug IV Grünhof-Tesperhude

e) dem Löschzug V Wiershop

f) dem Löschzug VI Hamwarde

g) dem Löschzug VII Worth

h) dem Löschzug VIII Juliusburg

Die Freiwilligen Feuerwehren haben es sich zur Aufgabe gemacht, im Interesse des Gemeinwohls, das Leben, die Gesundheit und das Eigentum der Mitbürger in selbst­loser Bereitschaft zu schützen. Die Wehren haben sich in den Jahren von der reinen Brandbekämpfung zum Not- und Rettungsdienst entwickelt und so sind auch jetzt die modernen Fahrzeuge bestückt. In den ersten Jahren stand bei den Wehren nur eine Handdruckspritze zur Verfügung und diese wurde von Pferden gezogen. Die Alar­mierung erfolgte mittels eines Hornes. Man traf sich am Spritzenhaus und hier erfolg­te das Anspannen der Pferde. Durch diese Umstände konnte meistens nur noch eine Ausweitung der Brände verhindert werden und somit brannten viele alte Gehöfte ab. Zeitaufwendig bei diesen Handspritzen war auch die Wasserversorgung. Sie erfolgte mit Eimern aus Brunnen und den Dorf teichen. Heute sind unsere Wehren mit modernen Geräten ausgerüstet.

Am 1. Februar 1938 bestand die Wehr in Wiershop aus acht Mann und am 1. Januar 1946, sind es dann schon
29. Freiwillige Feuerwehmänner.

Die Wehrführer der Gemeinde Wiershop:

1934 -1946 Hans Nienau
1946 -1954 Heinrich Diehn
1955 -1970 Ulrich Jahn
1967-1969 stellv. Amtswehrführer des Amtes Geesthacht-Land                                                                                     

1969-1987 Amtswehrführer des Amtes Geesthacht-Land

1970 -1988 Erich Hümpel

1988 -1991 Heinz Trost

1991 -1998 Hans-Heinrich Nienau

seit 1998 Karsten Hümpel





Im Mai 2007 gehörten der Freiwilligen Feuerwehr in Wiershop 23 Mitglieder an:
16 aktive Feuerwehrmänner,
vier Ehrenmitglieder und drei Jungfeuerwehrmänner.



Chronik der Freiwillige Feuerwehr Wiershop



1943 Tragkraftspritze, Fabrikat Siegmund, Nennleistung 800 Liter
15.12.1955 Tragkraftspritze Fabrikat Magirus, Bj. 1955, Nennleistung 800 Liter
15.01.1956 Tragkraftspritzenanh. Fabrikat Köckner-Humbold-Deutz AG, Bj. 1955

1956 Abriss des alten und baufälligen Feuerwehrgerätehauses an der Ecke Bogenstraße/Dorfstraße.

16.05.1957 Übergabe des neu erstellten Feuerwehrgerätehauses an der Bogenstraße/Dorfstraße. Dieses Gebäude ist heute noch vorhanden und dient der Unterbringung von Geräten der Feuerwehr und Gemeinde.
1965 Tragkraftspritzen-Fahrzeug Ford Transit, 55 FS, RZ-U 710
Dieses Fahrzeug wurde am 29.09.1985 wieder verkauft.

09.02.1973 Antrag der Wehr auf Erweiterung (Anbau) des
Feuerwehrgerätehauses in der Bogenstraße
18.05.1974 Amtsfeuerwehrfest des Amtes Geesthacht-Land mit 40jährigen Bestehen der FF Wiershop.

27.11.1975 Tragkraftspritzen-Fahrzeug Ford 81, E4, 65 PS, Bj. 1975, RZ- J116.
Dieses Fahrzeug wurde am 12.07.1996 verkauft. 10.05.1984 Tragkraftspritze Fabrikat Bachert mit Ansaug-Automatik,
Nennleistung 800 Liter

11.05.1984 Feier zum 50jährigen Bestehen der FF Wiershop.

19.04.1985 Ankauf eines gebrauchten Tanklöschfahrzeug TLF 16 von der Freien und Hansestadt Hamburg, Baujahr 1963,125 FS, RZ-AL354

Unterstellung in der Garage bei W. Schmidt, Twiete 9
Dieses Fahrzeug wurde verkauft am 26.03.1997. 21.10.1991 Grundsatzbeschluss der Gemeindevertretung zum Bau eines

Feuerwehrgerätehauses nach den Plänen des Architekten Herrn
Samsz (6 Stimmen dafür, l Stimme dagegen) auf dem
Grundstück Lindenstraße 8 -10.
16.07.1992 Baugenehmigung durch den Kreis Herzogtum- Lauenburg.
29.01.1993 Richtfest Feuerwehrgerätehaus
02.10.1993 Einweihung des Feuerwehrgerätehauses.

30.09.1996 Ankauf eines Löschgruppenfahrzeuges LF 8/6,
Mercedes Benz 814 F, Vorführfahrzeug, 103 kW, Baujahr 1996.
Dieses Fahrzeug verrichtet noch heute den Dienst in Wiershop.
03.10.2003 Feier zum 10jährigen Bestehen des Feuerwehrgerätehauses.





Jugendfeuerwehr Hamwarde 2008




In Hamwarde wurde am 5. Dezember 1972 eine Jugendwehr mit 16 Jugendlichen aus den Gemeinden Hamwarde und Wiershop gegründet.

Die Führung der Jugendwehr übernahm am 14. Januar 1973:

Jugendgruppenleiter Hartmut Eckermann, Hamwarde

Schriftführer Heiko Jahn, Wiershop

Kassenwart Harald Möller, Wiershop

Die Wiershoper lösten sich im Jahre 1975 von dieser gemeinsamen Wehr und gründe­ten am 15. Juni 1975 eine eigene Jugendwehr. Diese bestand bis 1985. Jugendwart war der spätere Wehrführer Heinz Trost.

 

Jugendgruppenleiter In Wiershop:

1975 - 1978 Dieter Kunde

1978 -1981 Karsten Hümpel

1981 -1983 Volker Diehn

1984-1985 Detlef Trilk

1996 wurde ein Neuanfang mit Jugendlichen aus Hamwarde, Geesthacht, Grünhof-Tesperhude, Wiershop und Worth gestartet. Im August 2001 bekam die Freiwillige Feuerwehr ein Geschenk, die Jugendwehr erhielt aus Geesthacht einen Kleinbus zum Mannschaftstransport.







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