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Gestern und heute

Die Ortschaft Hohenhorn wird im Ratzeburger Zehntregister von 1230 erstmalig erwähnt: „ad cornu" (zum Horn). Der Name weist auf die hohe Lage hin.

Das Dorf ist um einen großen Anger entstanden, dessen Ausmaße am Brink noch gut zu erkennen sind. Ein Spaziergang durch das Dorf zeigt einige „Gedenksteine", die zur Erinnerung an dörfliche historische Ereignisse aufgestellt wurden.

Die 1827 erbaute Kirche St. Nikolai ist mit ihrem neoklassizistischen Kirchenschiff ein weithin sichtbares Wahrzeichen Hohenhorns und mit der Feldsteinmauer um den Friedhof und dem alten schönen Lindenbaumkranz ein anerkanntes Kulturdenkmal. Der Kirchturm wurde 1867 errichtet.

Das älteste bewohnte Wohnhaus im Ort ist das Pfarrwitwenhaus von 1717.

Im  Jahre 1785 wurde die erste Flurbereinigung - man nannte es damals Verkoppelung -  durchgeführt. Im Rahmen dieser Verkoppelung wurde der Ortsteil Drumshorn erstmals besiedelt.

Durch ein Neubaugebiet und das neue Gemeindehaus im Ortsteil Drumshorn hat Hohenhorn weiter an Attraktivität gewonnen. Im Dorfkern erfolgen Bauverdichtungen dagegen behutsam.

Der im Westen direkt angrenzende Sachsenwald ist ein beliebtes Reit- und Radwanderziel und lädt, wie die abwechslungsreiche Hohenhorner Feldmark auch, zu Spaziergängen ein.

Etliche Handwerksbetriebe, ein privat betriebener Schießstand, ein Reitstall und ein Hofladen sind in Hohenhorn angesiedelt. Ein Erdbeerhof lockt im Sommer viele Selbstpflücker, es gibt insgesamt noch 6 Vollerwerbslandwirte.

Es gibt kaum einen Lebensbereich, der in der Neuzeit einem grundlegenderen Wandel unterzogen worden ist als die Landwirtschaft. Eine Viehzählung von 1935 ergab für die Gemeinde Hohenhorn  48 Pferde, 331 Rinder, 307 Schweine, 4 Schafe, 91 Ziegen, 214 Kaninchen und 2.444 Stück Federvieh.

Soviel Vieh findet man in Hohenhorn nicht mehr! Aber es gibt viele Hunde: die wurden 1935 leider noch nicht gezählt.

Durch die 1 ½ jährigen Bohrversuche einer Erdölgesellschaft Anfang der 50iger Jahre erhielt die Gemeinde 40.000 DM Gewerbesteuer. Dadurch wurde das bis dahin arme Hohenhorn über Nacht in die Lage versetzt, endlich eine moderne Straßenbeleuchtung zu bauen.

Hohenhorn war Schulstandort von 1600  bis 1975.

Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr erfolgte im Jahr 1920.

Seit 1910 hat Hohenhorn eine eigene Trinkwasserversorgung, sie wird heute von der Wasserinteressentenschaft w.V. geführt.

Anfang der 80iger Jahre baute die Gemeinde zwei Teichkläranlagen für die Abwässer.

2009 erfolgte die Einweihung des neuen Gemeindehauses.

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